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Ärzteschaft

COVID-19: Getrennte Rezepte für Erst- und Zweitimpfungen

Freitag, 30. April 2021

/picture alliance, Klaus-Dieter Esser

Berlin – Die Bestellung von Impfstoff für Erst- und Zweitimpfungen in Arztpraxen erfolgt künftig auf zwei separaten Rezepten. Darauf haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), die Bundes­vereini­gung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) und der Bundesverband des pharmazeu­tischen Groß­handels (PHAGRO) geeinigt.

Ziel ist es, dadurch eine vorrangige Belieferung mit Impfstoff für Zweitim­pfun­gen zu ermöglichen. Künf­tig müssen Vertragsärzte deshalb auf jeder Verordnung angeben, ob es sich um eine Bestellung für „Erst­impfungen“ oder für „Zweitimpfungen“ handelt.

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Das Verfahren soll sicherstellen, dass Ärzte eine ausreichende Anzahl von Impfdosen für die Zweitim­pfun­gen, um die in ihrer Praxis begonnenen Impf­serien unter Beachtung der Impfintervalle auch ab­schließen zu können. In Impfzentren angefan­gene Impfungen sollen laut Bundesministerium für Ge­sund­heit grundsätzlich auch dort beendet werden.

Die maximale Bestellmenge je Arzt, die jede Woche bekanntgeben wird, umfasst Impfstoffdosen für Erst- und für Zweitimpfungen. Das heißt, Ärzte können nach Abzug der für ihre Zweitimpfungen benö­tigten Impfstoffdosen noch so viele Impfstoffdosen für Erstimpfungen bestellen, bis die Obergrenze erreicht ist.

­Zudem ändert das Institutionskennzeichen (IK) für den Kostenträger: Ab 1. Juli müssen Ärzte auf dem Bestellrezept das in den Praxisverwaltungssystemen (PVS) hinterlegte IK 103609999 für das Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) angeben. Bis zum 30. Juni kann weiterhin das IK 100038825 genutzt werden. © hil/sb/aerzteblatt.de

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Avatar #834587
ftill
am Samstag, 1. Mai 2021, 07:22

Endlich diese Bürokratie eliminieren. So geht das nicht weiter'

Der Zeitaufwand für die Bürokratie wird immer mehr statt weniger und beträgt bereits ein mehrfaches als die nötige Zeit. Unregelmäßige Lieferungen VERDOPPELN den Zeitaufwand für die Terminvergabe. Sämtliche Chargennummern müssen mehrfach eintragen werden, die Menge der zu Übertragenden Daten wird noch mehr diversifiziert und kompliziert etc. Die Liste dieser bürokratischen Anforderungen und Überforderungen ist wie eine SINTFLUT, behindert unsere Kernarbeit und vervielfacht den Zeitaufwand. Jeder Kollege sollte sich überlegen , ob er so weitermachen will. Von einer wirtschaftlich kalkulierten Vergütung will ich hier garnichr sprechen. Eine schnelle Durchimpfung der Bevölkerung unseres Landes ist jedenfalls so nicht zu erreichen. Liebe Kollegen, wir brauchen Praxiserfahrung In der Gesundheitspolitik und den Ge­sund­heits­mi­nis­terien nicht nur Theoretiker aller Schattierungen.
Avatar #834587
ftill
am Samstag, 1. Mai 2021, 07:22

Endlich diese Bürokratie eliminieren. So geht das nicht weiter'

Der Zeitaufwand für die Bürokratie wird immer mehr statt weniger und beträgt bereits ein mehrfaches als die nötige Zeit. Unregelmäßige Lieferungen VERDOPPELN den Zeitaufwand für die Terminvergabe. Sämtliche Chargennummern müssen mehrfach eintragen werden, die Menge der zu Übertragenden Daten wird noch mehr diversifiziert und kompliziert etc. Die Liste dieser bürokratischen Anforderungen und Überforderungen ist wie eine SINTFLUT, behindert unsere Kernarbeit und vervielfacht den Zeitaufwand. Jeder Kollege sollte sich überlegen , ob er so weitermachen will. Von einer wirtschaftlich kalkulierten Vergütung will ich hier garnichr sprechen. Eine schnelle Durchimpfung der Bevölkerung unseres Landes ist jedenfalls so nicht zu erreichen. Liebe Kollegen, wir brauchen Praxiserfahrung In der Gesundheitspolitik und den Ge­sund­heits­mi­nis­terien nicht nur Theoretiker aller Schattierungen.
Avatar #88767
fjmvw
am Freitag, 30. April 2021, 18:02

Das kann und darf nicht sein!

Ich vermisse an der Stelle die Vorgabe, dass auf den Rezepten noch zu vermerken ist, ob an einem Vor- oder an einem Nachmittag geimpft wird, an welchem Tag die Patienten geimpft werden, wie viele Patienten pro Tag geimpft werden, was mit dem nicht verimpften Impfstoff passiert, ob es dazu im QM-Handbuch auch entsprechende Arbeits- und/oder Verfahrensanweisungen gibt - halt alles, was auf so ein Rezept auch gehört.

Ironie off

Entweder gibt es genügend Impfstoff, dann kann und wird die Arztpraxis schon in der Lage sein, das zu managen. Oder es gibt nicht genügend Impfstoff - dann sind alle Aussagen der Politik ihr Geld nicht wert.
LNS
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