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Vermischtes

Altenpfleger häufiger von Corona betroffen

Montag, 3. Mai 2021

/Mikhaylovskiy, stock.adobe.com

Düsseldorf – Corona trifft Altenpflegekräfte besonders. Seit Beginn der Pandemie bis Mitte November war bundesweit jede 40. Altenpflegekraft wegen einer Coronainfektion arbeitsunfähig; bei allen Berufs­gruppen lag der Anteil bei jedem 60., wie aus einem Pflegereport der Barmer hervorgeht, der der Rheinischen Post vorliegt.

Die Krankenkasse ließ dafür die Daten ihrer Versicherten wissenschaftlich auswerten. Auch abseits von Corona ist der Krankenstand demnach bei den Altenpflegehilfskräften überdurchschnittlich. Er liegt laut dem Report bei 8,7 Prozent; in anderen Berufen seien es 5,0 Prozent.

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Schon vor Corona war die Lage in der Pflegebranche demnach angespannt: Nordrhein-Westfalen verlor pro Jahr durch krankheitsbedingte Ausfälle und Frühverrentungen in der Altenpflege rund 5.700 Pflege­kräfte, wie die Barmer in einer Hochrechnung ermittelte. Bundesweit seien es etwa 26.000 Pflegekräfte.

Laut Umfrage fühlten sich 52 Prozent der Pflegekräfte durch Heben und Tragen schwerer Lasten belas­tet; bei anderen Branchen seien es nur acht Prozent. 40 Prozent der Pflegekräfte fühlten sich durch den regel­mäßigen Umgang mit Leid und Tod emotional überlastet.

Selbst der Termindruck sei bei Pflegekräften überdurchschnittlich hoch. So gaben 63 Prozent an, durch häu­figes Arbeiten unter Zeitdruck überlastet zu sein; in allen anderen Branchen sind es 50 Prozent.

NRW-Barmer-Chef Heiner Beckmann: „Die Arbeitssituation in der Pflege greift die Gesundheit der Beschäf­tigten massiv an. Wenn die Beschäftigten ausfallen, werden Kollegen zusätzlich belastet.“

Dieser Teufelskreis müsse durchbrochen werden, die Attraktivität der Pflegeberufe durch bessere Arbeits­bedingungen und höhere Gehälter gesteigert werden. Dafür müsse der Gesetz­geber eine Fi­nanzreform der Pflegeversicherung anpacken und den Beitragssatz zur Pflegeversicherung einmalig anheben. © kna/aerzteblatt.de

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