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Ausland

Dänemark stellt auch Coronaimpfungen mit Johnson & Johnson ein

Dienstag, 4. Mai 2021

/picture alliance, IPA/ABACA

Kopenhagen – Dänemark stellt auch die Coronaimpfungen mit dem Impfstoff von Johnson & Johnson ein. Die dänische Gesundheitsbehörde entschied gestern, den Impfstoff des US-Pharmakonzerns wegen selte­ner Fälle von Blutgerinnseln aus dem dänischen Impfprogramm zu streichen.

Die Behörde kam nach eigenen Angaben zu dem Schluss, dass die Vorteile des Impfstoffs mögliche Neben­wirkungen nicht überwiegen. Im April hatte die dänische Regierung aus dem gleichen Grund bereits als erstes Land in Europa die Impfungen mit Astrazeneca eingestellt.

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Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hatte im April entschieden, trotz der Berichte über Blutgerinnsel grund­sätzlich an ihrer positiven Risikobewertung des Coronaimpfstoffs von Johnson & Johnson festzu­halten.

Es gebe zwar „eine mögliche Verbindung“ zwischen dem Vakzin und dem vereinzelten Auftreten von Blut­ge­rinnseln, erklärte die EMA. Der Nutzen des Impfstoffes überwiege aber die Risiken. Auch die US-Behör­den gaben vor kurzem nach einer vorübergehenden Aussetzung wieder grünes Licht für den Impfstoff von Johnson & Johnson.

Dänemark ist damit eines der ersten Länder weltweit, die bei ihrer Impfkampagne auf den Impfstoff, der in Europa von dem Johnson & Johnson-Tochterunternehmen Janssen vermarktet wird, verzichten. Die Corona­epidemie in Dänemark sei derzeit „unter Kontrolle“, erklärte die Gesundheitsbehörde. Zudem verlaufe „die Impfkampagne mit den anderen verfügbaren Impfstoffen zufriedenstellend“.

Nach offiziellen Angaben haben bislang 11,5 Prozent der 5,8 Millionen Dänen beide notwendigen Impf­do­sen erhalten, 23,4 Prozent haben die erste Dosis verabreicht bekommen. Der Ausschluss des Vakzins von Johnson & Johnson werde die Impfkampagne um vier Wochen zurückwerfen, räumte die Gesundheits­be­hörde ein.

Die Entscheidung könnte nach offiziellen Angaben aber noch einmal überdacht werden. „Es können neue Erkenntnisse aufkommen, oder die Situation in Dänemark kann sich ändern, zum Beispiel in Bezug auf den Infektionsdruck, die Krankheitslast, die Epidemiekontrolle oder die Verfügbarkeit anderer Impfstoffe“, er­klärte die Gesundheitsbehörde.

Dänemark hat bereits 8,2 Millionen Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson bestellt. Die ersten Lie­ferungen trafen Mitte April ein. Zugelassen wurde das Vakzin bislang jedoch noch nicht. Was mit den be­reits gelieferten Dosen geschieht, ist unklar. Inzwischen ist im Land eine Diskussion darüber entbrannt, ob die Impfstoffe von Johnson & Johnson und Astrazeneca auf freiwilliger Basis verimpft werden sollten. © dpa/aerzteblatt.de

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Hortensie
am Samstag, 8. Mai 2021, 12:55

Dänemark wird mir immer sympathischer

Der Impfstoff von Johnson/Johnson ist wie der von AstraZeneca ein Vektorimpfstoff und hat auch schon zu Blutgerinnseln geführt.
Dänemark hat bereits die Impfdosen von AstraZeneca an Schleswig-Holstein abgegeben und ist seiner Linie nun treu, wenn es auch den Impfstoff von Johnson/Johnson nicht weiter verimpft.
Eine wie ich meine gute Entscheidung ...
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