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Hebammen: Mehr Investitionen in Beruf notwendig

Mittwoch, 5. Mai 2021

Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des Deutschen Hebammenverbands e.V. /picture alliance, Wolfgang Kumm

Berlin – Zum Welthebammentag hat der Deutsche Hebammenverband auf alarmierende Zahlen zur Situ­ation der Hebammen in Deutschland hingewiesen. Unter dem Motto „Die Daten sprechen für sich: Inves­tiert in Hebammen!“ wird die Politik zum Handeln aufgefordert, wie der Verband zum Hebammentag heute erklärte.

Damit die Betreuung der Frauen und Familien flächendeckend auf höchstem Niveau stattfinden könne, müssten Hebammen ihren Beruf unter guten und für alle fairen Bedingungen ausüben können. Investi­tionen in angemessene Löhne, einen höheren Stellenschlüssel in Kliniken und eine zukunftsorientierte akademische Ausbildung seien unumgänglich.

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Untersuchungen zeigen dem Verband zufolge, dass die Arbeitsbelastung von Hebammen in vielen Kliniken seit Jahren kaum noch zu bewältigen ist. Ein Großteil der Hebammen arbeite bereits in Teilzeit, andere wollten ihren Beruf sogar aufgeben. „Die Anzahl der fachfremden Tätigkeiten steigt, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist nicht gegeben, das Einkommen gemessen an der Verantwortung und Belastung nicht angemessen“, heißt es.

„Nur, wenn eine Hebamme sich voll und ganz auf eine Geburt konzentrieren kann, ist eine optimale Be­treu­ung von Gebärenden und Kindern gegeben“, betonte die Präsidentin des Deutschen Hebammen­ver­bandes, Ulrike Geppert-Orthofer. „Wir fordern zum Internationalen Hebammentag 2021 deshalb eine bes­sere Vergütung, ausreichend Studienplätze und dringend einen erleichterten Zugang zum Bachelor­grad für altrechtlich ausgebildete Hebammen.“

Um die Versorgung mit Hebammenhilfe langfristig sicherzustellen, brauche es ausreichend gut ausge­bil­dete Fachkräfte. Ein wichtiger Baustein hierfür sei die seit über einem Jahr beschlossene Akademi­sierung des Hebammenberufes. Aktuell stehen laut Verband jedoch noch nicht genügend Studienplätze zur Verfü­gung.

Die Akademisierung dürfe sich außerdem nicht nachteilig auf die Hebammen auswirken, die nach dem klassischen Modell an Berufsfachschulen ausgebildet wurden. Diese stellten auf nicht absehbare Zeit die große Mehrheit der aktiv tätigen Hebammen dar.

Um auch ihnen berufliche Perspektiven zu bieten, müsse ihre Qualifikation durch eine faire Übergangs­lösung anerkannt und mit akademisch ausgebildeten Hebammen gleichgestellt werden. © kna/aerzteblatt.de

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