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Großteil der Bevölkerung wünscht sich Maßnahmen gegen Mediensucht bei Kindern

Donnerstag, 6. Mai 2021

/picture alliance, Frank May

Berlin – Ein Großteil der Bevölkerung in Deutschland wünscht sich umfangreiche Maßnahmen gegen Medien­sucht bei Kindern und Jugendlichen. Um Mediensucht zu bekämpfen, halten es 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen für sinnvoll, das Thema in Schulen zu behandeln, wie aus einer heute in Berlin vorgestellten Erhebung für den Kinderreport 2021 des Deutschen Kinderhilfswerks hervorgeht.

Erwachsene stimmen dem sogar zu 95 Prozent zu. 84 Prozent der Kinder und Jugendlichen befürworten außerdem eine Kennzeichnungspflicht für Medien mit Suchtpotenzial. Unter Erwachsenen findet diese Maßnahme zu 74 Prozent Zuspruch.

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Eigene Erfahrungen mit Mediensucht machten bereits zwölf Prozent der Kinder und Jugendlichen. Bei Freunden im Alter unter 14 Jahren beobachteten 15 Prozent von ihnen bereits Mediensucht, bei Jugend­lichen über 14 Jahren 14 Prozent.

Sechs Prozent der Erwachsenen geben an, bereits bei sich selbst Erfahrungen mit Mediensucht gemacht zu haben. Bei Kindern unter 14 Jahren meinen zehn Prozent der Erwachsenen, Mediensucht beobachtet zu haben. Für über 14-jährige Jugendliche liegt der Wert bei 15 Prozent.

„So wie die Mediennutzungszeiten von Kindern und Jugendlichen steigen, nehmen auch die Debatten­beiträge und Warnungen vor Mediensucht bei Kindern zu", erklärte der Präsident des Deutschen Kinder­hilfswerks, Thomas Krüger. „Die Ergebnisse des Kinderreports 2021 zeigen sehr deutlich, dass professio­nelle Beratung und Hilfe zum Thema Mediensucht dringend benötigt werden“.

Um Mediensucht zu verhindern, sollte in Schulen der Umgang mit Medien vermittelt werden. Auch sollten Chancen und Risiken von Medien gleichberechtigt thematisiert werden, forderte Krüger. „Damit dies gelingt, brauchen wir Lehrkräfte, die selbst fit im Umgang mit Medien sind, und Schulen, die über funktionierende und leistungsfähige Ausstattungen verfügen und ihren Lehrkräften Weiterbildungen ermöglichen.“

Die Verantwortung dafür, der Mediensucht entgegenzuwirken, sehen 94 Prozent der befragten Kinder und Jugendlichen bei den Familien und Eltern. Auch unter Erwachsenen wird diese Meinung zu 93 Pro­zent vertreten. Rund 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen sowie der Erwachsenen sehen außerdem auch Digitalkonzerne wie Facebook oder Instagram in der Pflicht.

In den Kinderreport 2021 flossen zwei Umfragen das Politikforschungsinstitut Kantar Public im Auftrag des Kinderhilfswerks ein – eine unter Zehn- bis 17-Jährigen und eine unter ab 18-Jährigen. Befragt wurden rund 1.000 Erwachsene sowie knapp 700 Kinder und Jugendliche. © afp/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #710751
DocAge
am Donnerstag, 6. Mai 2021, 23:39

Maßnahmen?

Wie wäre es mit Spielplätze nicht absperren, Sportunterricht nicht wegrationalisieren, echte soziale Kontakte nicht verbieten? Der Artikel ist doch eine Farce
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