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Ärzteschaft

Biontech/Pfizer-Impf­stoff fast nur noch für Zweitimpfungen verfügbar

Donnerstag, 6. Mai 2021

/picture alliance, Friso Gentsch

Berlin – Der Impfstoff von Biontech/Pfizer gegen SARS-CoV-2 bleibt knapp: Es stehen in der zweiten Maihälfte für die Praxen in Deutschland weiterhin nur 1,6 Millionen Dosen pro Woche zur Verfügung – trotz anstehender Zweitimpfungen.

Ärzte sollen den verfügbaren Impfstoff in der zweiten Maihälfte daher vorrangig für diese Zweitimp­fungen nutzen. Darauf weist die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hin.

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Andernfalls reiche der Impfstoff nicht, um bei allen Erstgeimpften den in der Coronavirusimpfverordnung vorgegebenen Impfabstand von sechs Wochen einzuhalten.

„Das sind leider die Folgen einer Mangelverwaltung und einer nach wie vor erfolgten Bevorzugung der Impfzentren durch die Länder“, kritisierte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen.

Bei der Impfstoffbestellung für die beiden letzten Maiwochen sollen Ärzte auf dem Zweitimpfstoffrezept für die Woche vom 17. bis 21. Mai möglichst nur die Anzahl der Dosen an, die sie in der Zeit vom 6. bis 11. April verimpft haben, und für die Woche vom 25. bis 30. Mai die Anzahl der Dosen, die sie vom 12. bis 18. April für Erstimpfungen verbraucht haben – immer bezogen auf den Impfstoff von Biontech/Pfi­zer.

Allerdings gehe es lediglich darum, die zwei Wochen vom 17. bis 23. Mai und vom 25. bis 30. Mai zu überbrücken: Danach würden die Arztpraxen deutlich mehr Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten und dieser unzumutbare Zustand werde hoffentlich beendet sein, betonte der stellvertretende KBV-Vor­stands­vorsitzende Stephan Hofmeister. Dann seien auch mehr Erstimpfungen möglich.

Laut dem Bundesministerium für Gesundheit sollen die Praxen ab Juni pro Woche rund drei Millionen Dosen Impfstoff von Biontech/Pfizer erhalten.

Dies muss aber nicht bedeuten, dass in der zweiten Maihälfte gar keine Erstimpfungen mehr möglich sind – schließlich stehen auch noch Impfstoffe von Astrazeneca zur Verfügung.

Laut der KBV ist im Augenblick aber noch nicht klar, in welcher Menge diese lieferbar sind. Die KBV informiert darüber, sobald das Ministerium seine Lieferpläne bekannt gibt. © hil/aerzteblatt.de

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