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Ausland

EU-Kommission will mehr in Entwicklung von Coronamedikamenten investieren

Freitag, 7. Mai 2021

/jchizhe, stock.adobe.com

Brüssel – Die EU-Kommission will sich neben der Beschaffung von Impfstoffen gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 mehr auf die Entwicklung von Medikamenten konzentrieren.

Ziel sei es, bis Oktober drei neue Mittel zur Behandlung von COVID-19 zu entwickeln und zu genehmi­gen, sagte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides gestern in Brüssel. Besonderer Fokus solle da­bei auf den Langzeitfolgen der Erkrankungen liegen.

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„Wissenschaftler sagen uns, dass es wahrscheinlich ist, dass COVID endemisch werden wird“, sagte Kyria­kides. Das Virus werde also dauerhaft zirkulieren.

Auch wegen des Aufkommens neuer Varianten reiche nur Impfen daher nicht aus. „Wir müssen die Krank­heit auch behandeln.“ Bislang gebe es mit dem antiviralen Medikament Remdesivir aber nur ein einziges wirksames Mittel.

Die Kommission will zunächst zehn Projekte für die Entwicklung von COVID-19-Therapeutika auswählen und bis Juni die fünf vielversprechendsten davon identifizieren, um sie gezielt zu unterstützen.

Die Zulas­sungsverfahren bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMA sollen dann beschleunigt und Beschaf­fungs­verträge im Namen der Mitgliedstaaten vereinbart werden. Mit 40 Millionen Euro aus dem EU-Haushalt soll die künftige Produktion vorbereitet werden.

Darüber hinaus will Brüssel 90 Millionen Euro in Bevölkerungsstudien und klinische Untersuchungen investieren, „um Zusammenhänge zwischen Risikofaktoren und gesundheitlichen Folgen herzustellen“. Auch Langzeitfolgen der Erkrankung sollen hier verstärkt untersucht werden.

Bisherige Studien ergaben, dass etwa jeder Zehnte nach einer Ansteckung mit dem Coronavirus noch Wochen später unter Symptomen wie Müdigkeit und Kurzatmigkeit, aber auch unter kardiologischen und neurologischen Problemen leidet. © afp/aerzteblatt.de

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