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Bessere Versorgung von Parodontitis­patienten

Freitag, 7. Mai 2021

/icarmen13, stock.adobe.com

Berlin – Menschen mit Parodontitis haben ab Juli Anspruch auf eine verbesserte Behandlung. Darauf haben sich die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) und der GKV-Spitzenverband im Rahmen der PAR-Richtlinie geeinigt.

„Gesetzlich Versicherte, die an Parodontitis leiden, erhalten zahlreiche neue Kassenleistungen, um diese langwierige Erkrankung nachhaltig in den Griff zu bekommen“, sagte Stefanie Stoff-Ahnis, Vorstand beim GKV-Spitzenverband.

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So hätten Patienten Anspruch auf ein umfassendes Nachsorgeprogramm von mindestens zwei Jahren im Anschluss an die zahnmedizinische Behandlung. „Nach aktuellem Forschungsstand werden so die besten Heilungsergebnisse erzielt und die Lebensqualität kann durch die Nachsorge deutlich verbessert wer­den“, erklärte Stoff-Ahnis.

Zudem erhalten besonders vulnerable Patientengruppen künftig einen gleichberechtigten und barriere­armen Zugang zur Parodontitistherapie im Rahmen der vertragszahnärztlichen Versorgung. Damit haben diese Versicherten ab Juli Anspruch auf eine modifizierte und speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnit­te­ne Behandlung ohne Antrags- und Genehmigungsverfahren.

Diese niedrigschwellige Option richtet sich vor allem an ältere, pflegebedürftige Menschen oder Men­schen mit einer Beeinträchtigung, bei denen die systematische Behandlung gemäß PAR-Richtlinie nicht in vollem Umfang durchgeführt werden kann.

Dazu zählen etwa Patienten, bei denen die Fähigkeit zur Aufrechterhaltung der Mundhygiene nicht oder nur eingeschränkt gegeben ist, die einer Behandlung in Allgemeinnarkose bedürfen, oder bei denen die Kooperationsfähigkeit nicht oder nur eingeschränkt gegeben ist.

Darin enthalten ist auch die Reinigung aller Zähne einmal im Kalenderhalbjahr über einen Zeitraum von zwei Jahren. „Damit schaffen wir für uns Zahnärzte nach langen Jahren des Stillstands die Voraussetz­ungen, dieser großen Volkskrankheit endlich erfolgreich begegnen und die hohe Parodontitislast in Deutschland nachhaltig senken zu können“, sagte Wolfgang Eßer, Vorsitzender des Vorstandes der KZBV. © hil/sb/aerzteblatt.de

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