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Biontech: Neues Werk in Singapur, Gewinn verdreifacht

Montag, 10. Mai 2021

/picture alliance, Christian Charisius

Mainz – Der Pharmahersteller Biontech aus Mainz expandiert weiter ins Ausland: Geplant ist noch in diesem Jahr ein weiteres Werk in Singapur, wie das Unternehmen heute mitteilte. Darüber hinaus hat das Unternehmen einen Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro im ersten Quartal des Jahres erzielt.

Die „hochmoderne Produktionsstätte“ in Singapur solle die weltweite Versorgung mit mRNA-basierten Impfstoffen und eine „schnelle Reaktionsfähigkeit bei potenziellen zukünftigen Pandemien für Südost­asien“ ermög­lichen. In Singapur plant Biontech zugleich einen „regionalen Hauptsitz“.

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Auch in den USA hat Biontech bereits einen US-Hauptsitz eröffnet. Der Bau der Fabrik in Singapur soll mit Unterstützung der dortigen Wirtschaftsförderungsbehörde Singapurs erfolgen. Biontech geht davon aus, dass der Standort 2023 in Betrieb gehen könnte und bis zu 80 Arbeitsplätze schafft.

Das Werk werde „mit hochmodernen Herstellungsverfahren und einer digitalen Infrastruktur ausge­stattet sein“, teilte Biontech mit. Dort sollen „eine Bandbreite an neuen mRNA-Impfstoffen und -Thera­peutika gegen Infektionskrankheiten und Krebs“ produziert werden. Das Werk werde „planmäßig mehrere hun­dert Millionen Dosen im Jahr produzieren können, abhängig vom jeweiligen Impfstoff oder Produktkan­didaten“.

„Verschiedene Knotenpunkte in unserem Produktionsnetzwerk zu haben, ist ein wichtiger strategischer Schritt für den Ausbau unserer globalen Präsenz und Herstellungskapazitäten“, erklärte Biontech-Chef Ugur Sahin. Die geplante mRNA-Produktionsstätte werde dabei helfen, „unsere mRNA-Impfstoffe und -Thera­peutika für Menschen auf der ganzen Welt herzustellen und auszuliefern“.

Biontech stellte heute auch seine Quartalszahlen vor. Demnach hat das Unternehmen im ersten Quartal dieses Jahres einen Quartalsgewinn von 1,1 Milliarden Euro erzielt. Im Vergleich zum vierten Quartal 2020 (366,9 Millionen Euro) bedeutet dies nach Angaben des Unternehmens eine Verdreifachung des Nettogewinns.

Im ersten Quartal 2020 musste Biontech noch einen Nettoverlust von 53 Millionen Euro hinnehmen – Hauptgrund dafür waren hohe Forschungs- und Entwicklungskosten. Noch rasanter stieg der Umsatz des Biotechnologieunternehmens. Die Umsatzerlöse erreichten in den ersten drei Monaten schätzungsweise 2,05 Milliarden Euro. Das waren mehr als 70 Mal so viel wie im entsprechenden Zeitraum 2020 (27,7 Millionen Euro).

Der Anstieg sei vor allem auf die rasche Steigerung der weltweiten Versorgung mit dem Coronaimpfstoff zurückzuführen, erklärte das Unternehmen. Bis zum 6. Mai wurden demnach weltweit mehr als 450 Mil­li­o­nen Impfstoffdosen in 91 Länder oder Regionen ausgeliefert. Biontech hat sich dazu mit dem US-Phar­mariesen Pfizer zusammengeschlossen. © dpa/aerzteblatt.de

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