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Ausland

Coronaimpfstoff: EU investiert Milliarden in neuen Biontech-Deal

Montag, 10. Mai 2021

/picture alliance, SvenSimon

Brüssel – Die Europäische Union (EU) kauft bis zu 1,8 Milliarden weitere Dosen Coronaimpfstoff von Biontech/Pfizer. Damit sollen bis ins Jahr 2023 die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen COVID-19 geschützt und Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt werden.

Die EU-Kommission billigte dazu am Wochenende einen weiteren Vertrag mit dem Impfstoffentwickler Biontech aus Mainz und dem US-Pharmakonzern Pfizer. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte auch an, dass weitere Vereinbarungen folgen könnten.

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Mit dem neuen Großvertrag mit Biontech/Pfizer bis 2023 werden bereits Weichen gestellt. Die EU will damit 900 Millionen Dosen fest bestellen. Weitere 900 Millionen Dosen sind eine Option. Das Geschäft soll ein Volumen von bis zu 35 Milliarden Euro haben und mit weiteren Investitionen in Deutschland und Belgien einhergehen. Die Kosten je Dosis sollen bei etwa 19,50 Euro je Dosis liegen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) begrüßte den Vertrag. Damit werde für notwendige Nachimpfun­gen wie auch die Anpassung des Impfstoffs an Virusvarianten gesorgt. Deutschland könnte von den ers­ten 900 Millionen Impfdosen 165 Millionen bekommen. Das Finanzministerium veranschlagt dafür 3,83 Milliarden Euro.

Kritik an gestiegenen Kosten pro Dosis

Für die laufende Impfkampagne hat die EU bereits zwei Rahmenverträge mit Biontech/Pfizer über 600 Millionen Impfdosen geschlossen, die seit Ende 2020 nach und nach ausgeliefert werden. Allein von An­fang April bis Ende Juni erwartet die EU 250 Millionen Dosen dieser Hersteller.

Deren mRNA-Impfstoff gilt als sehr wirksam und sehr sicher. Ein Vorteil der neuartigen mRNA-Technolo­gie ist, dass Impfstoffe relativ schnell an Virenmutationen angepasst werden können. Als Nachteil gilt, dass das Präparat bei sehr tiefen Temperaturen gelagert werden muss und vergleichsweise teuer ist.

Die EU-Kommission verteidigte, dass die Kosten für eine Dosis noch höher sind als bei bisherigen Verträ­gen mit Biontech/Pfizer. Zuletzt betrug der Preis nach Angaben aus Bulgarien 15,50 Euro. Es gebe stren­gere Liefervereinbarungen, andere Haftungsregeln und Vereinbarungen zur Anpassung des Impfstoffes an neue Virusvarianten, hieß es aus der Brüsseler Behörde. Außerdem zahle die EU künftig kein Geld mehr zur Produktionsförderung.

Für Auffrischungen und die Impfung von Kindern werden nach Schätzung der Kommission 2022 und 2023 zusammen rund 700 Millionen Dosen benötigt. Tritt eine Mutation des Virus auf, gegen die die bisherigen Impfungen nicht helfen, bräuchte man 640 Millionen Dosen, um 70 Prozent der EU-Bevölke­rung völlig neu zu immunisieren.

Von der Leyen hatte schon am 14. April angekündigt, dass mit Biontech/Pfizer über die Lieferung einer großen Menge verhandelt wird. Die Gespräche hatten jedoch mehr Zeit in Anspruch genommen als zu­nächst gedacht. Dem Vernehmen nach hatte Frankreich Einwände. Letztlich unterstützten aber alle 27 EU-Staaten den Deal. Nun läuft offiziell noch eine Einspruchsfrist von fünf Werktagen, bis der Vertrag unterzeichnet werden kann. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Hortensie
am Dienstag, 11. Mai 2021, 04:50

Der Impfstoff von Moderna macht weniger Thrombosen und Anaphylaxien

Ich würde nach meinem bisherigen Kenntnisstand den Impfstoff von Moderna für besser halten:
Nach dem Stand des vorletzten Sicherheitsberichtes und Berichten aus den USA macht der Impffstoff von Moderna weniger Anaphylaxien.
Er soll auch weniger Hirnvenenthrombosen machen, wenn man nach dem vorletzten Bericht geht.
Im letzten Bericht hat man leider die Fallzahlen zu den Thrombosen nicht veröffentlicht ...
Wären sie niedrig gewesen, hätte man dies doch tun können.
LNS
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