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Politik

COVID-19: Bund fördert Entwicklung von Medikamenten

Mittwoch, 12. Mai 2021

/picture alliance, Kay Nietfeld

Berlin – Der Bund investiert weitere 300 Millionen Euro in die Entwicklung von Medikamenten gegen COVID-19. Das Förderprogramm des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) und des Bundesminis­teriums für Bildung und Forschung (BMBF) soll vor allem die klinische Entwicklung von versorgungs­nahen COVID-19-Arzneimitteln und den Aufbau von Herstellungskapazitäten voranbringen, wie Bundes­bil­dungsministerin Anja Karliczek (CDU) heute in Berlin bekannt gab.

Das Programm soll dabei helfen, in den klinischen Phasen I und II erfolgreich getestete Kandidaten für neue Therapeutika schnellstmöglich bei Patienten in Deutschland zur Anwendung zu bringen.

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„Corona wird nicht einfach verschwinden. Auch wenn es uns gelingt, die Pandemie in den Griff zu be­kom­men, wird es auf längere Sicht Menschen geben, die schwer erkranken. Das zu verhindern, ist Ziel dieses Förderprogramms“, sagte Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU).

Das Virus wird nicht verschwinden

„Wir müssen leider damit rechnen, dass selbst bei einer hohen Impfrate Menschen weiter an COVID-19 erkranken“, pflichtete Karliczek ihrem Ministerkollegen bei. Medikamente gegen COVID-19 seien neben den Impfstoffen entscheidend, um der Pandemie auch in den nächsten Jahren den Schrecken zu nehmen.

Bereits seit Beginn der Pandemie fördert das BMBF die Entwicklung neuer Behandlungsmöglichkeiten für COVID-19. „Einige Vorhaben in der Medikamentenentwicklung haben nun in den letzten Monaten bereits grundlegende vorklinische Entwicklungsphasen abschließen können und stehen jetzt auf dem Sprung in die klinische Entwicklung“, so Karliczek.

Hier setzte ein zweites Förderprogramm an, in dem es um die Entwicklung in den klinischen Phasen I und IIb ging. Um diese Förderung konnten sich Unternehmen bereits seit Januar dieses Jahres bewerben.
„Werden diese Phasen erfolgreich abgeschlossen, ist es bereits möglich, eine vorläufige Zulassung für das Medikament zu erhalten“, so Karliczek.

Die Auswahl der Projekte für diese Förderung in Höhe von 50 Millionen Euro sei so gut wie abgeschlos­sen, die Förderung laufe bald an.

In dem dritten Förderprogramm geht es nun um die späte klinische Entwicklung (Phase IIb und III) bis hin zur Zulassung sowie den Aufbau und die Ausweitung von Herstellungskapazitäten am Standort Deutschland.

Neben der Entwicklung von spezifischen Arzneimitteln gegen COVID-19 werden auch Repurposing­studien zur Anwendung von bereits bekannten Arzneimitteln unterstützt. Diese sind in anderen Indika­tionen zugelassen und werden nunmehr auf ihre Wirksamkeit zur Behandlung von COVID-19 untersucht."

Förderanträge können Unternehmen mit einer Betriebsstätte in Deutschland, aber auch kleine Verbünde aus universitären Forschungseinrichtungen mit Unternehmen bis zum 25. Juni 2021 stellen, sagte Karliczek. Spätestes Laufzeitende ist der 30. Juni 2023.

Allerdings soll auch das Förderprogramm für frühere klinische Phase in diesem Sommer noch einmal neu aufgelegt werden. Die Forschungsministerin dämpfte aber auch die Erwartungen auf einen schnellen Durchbruch. Es sei außerdem auch nicht davon auszugehen, dass es „eine Wunderpille" geben könne, so Karliczek. Je nach Schwere und Stadium der Erkrankung müsse es ganz unterschiedliche Therapien geben. © nec/aerzteblatt.de

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