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Medizin

Sterbeortstudie: Jeder Zweite stirbt weiterhin im Krankenhaus

Mittwoch, 12. Mai 2021

/picture alliance, Jens Büttner

Köln – Die meisten Menschen versterben immer noch im Krankenhaus. Allerdings werden Sterbende häu­fi­ger palliativmedizinisch versorgt. Die Zahl derjenigen, die in Hospizen und auf Palliativstatio­nen verster­ben, hat in den vergangene Jahren zugenommen.

Das sind Ergebnisse einer Analyse von Totenscheinen in Westfalen von Burkhard Dasch und Peter K. Zahn. Die „Sterbeortstudie“ erscheint im Deutschen Ärzteblatt (DOI: 10.3238/arztebl.m2021.0124).

Um die häufigsten Sterbeorte zu ermitteln, werteten Dasch und Zahn die Todesbescheinigungen aus den Jahren 2001, 2011 und 2017 aus. Hinzu kamen Daten zur Betreuung von Patienten durch palliativmedizi­nische Konsiliardiens­te der Städte Coesfeld und Münster.

Der Wunsch der meisten Menschen, zu Hause zu versterben, konnte oft nicht realisiert werden: Mit 50 % ist das Krankenhaus der am häufigsten angegebene Sterbeort. An 2. Stelle folgt mit weitem Abstand das häusliche Umfeld, in dem sich nur jeder 5. bis 4. Todesfall ereignet.

Im Laufe der Jahre zeigte jedoch der Sterbeorttrend hin zu Palliativstationen, Hospizen und Pflegehei­men.

Meistens verhindern schwere Krankheiten ein Sterben zu Hause, und durch den demografischen Wandel steigen die Sterbefälle in Pflegeheimen. Für beide Geschlechter ist ein steigendes Sterbealter zu verzeich­nen, wobei Frauen eher in Pflegeheimen, Männer häufiger zu Hause sterben.

Die Autoren zeigen, dass in den untersuchten Kreisen jeder 4. sterbende Patient durch einen palliativmedi­zinischen Konsiliardienst versorgt wurde.

Palliativversorgung hat in den analysierten Jahren zugenommen, aber zwischen Städten und ländlichen Regionen bestehen weiterhin große Diskrepanzen bei vorhandenen Palliativ- und Hospizbetten. © ek/aerzteblatt.de

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