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Grüne fordern Verbesserung der Situation der Luftrettung

Freitag, 14. Mai 2021

/picture alliance, Marcel Van Hoorn

Berlin – Seit 2017 hat sich die Anzahl von Landestellen für die Luftrettung in Deutschland reduziert. Wie aus der Antwort auf eine kleine Anfrage der Grünen (Drucksache 19/28475) hervorgeht, wurde 2017 noch eine Anzahl von circa 1.500 sogenannten Public Interest Sites (PIS) angegeben, welche sich nun auf 647 PIS-Landestellen verringert hat – Bundestagsabgeordnete der Grünen fordern ein Gegen­steuern.

Die Bundesregierung verweist in ihrer Antwort auf mehrere Ursachen. Zum Einen sei in der Zwischenzeit eine Bereinigung der verzeichneten Landestellen erfolgt. Die aus der Liste entfernten Stellen seien hauptsächlich Flugplätze, Hubschraubersonderplätze und solche Stellen, die keine Landestellen an Krankenhäusern waren. Allerdings hätten einige Krankenhäuser auch angezeigt, ihre Landestellen nicht mehr zu nutzen.

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„Das CSU-geführte Bundesverkehrsministerium hatte noch 2014 erklärt, dass alle Hubschrauberlande­stellen an Krankenhäusern erhalten bleiben würden. Die Zahlen sprechen eine verheerende Sprache“, kritisierte Janosch Dahmen MdB (Bündnis90/Die Grünen).

Die dramatische Abnahme von Landestellen für die Luftrettung stelle ein riesiges Problem in der Gesund­heitsversorgung dar. Menschen müssten sich darauf verlassen können, dass ihnen im Notfall geholfen wird. Die gestiegene Zahl von Rettungsflügen von und zu Landestellen während der Corona­pan­demie zeige, wie wichtig die Luftrettungs-Infrastruktur für die Versorgung ist.

Die Bundesregierung müsse dringend mit einem umfassenden Maßnahmenbündel gegensteuern, sonst gefährde sie Menschenleben. Wichtig wären ein vollständiger und tagesaktueller Überblick über die vorhandenen Luftrettungslandeplätze und –landestellen in Deutschland und ein Förderprogramm zum systematischen Ausbau und Erhalt einer umfassenden Luftrettungsinfrastruktur im Einklang mit euro­päischem Luftrettungsrecht, so Dahmen.

Zudem müsse die Forschung zu moderner Technik intensiviert werden, um Luftrettung Tag und Nacht und rund um die Uhr noch sicherer verfügbar zu machen. © aha/aerzteblatt.de

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