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Ausland

Indien beginnt mit Einsatz von Sputnik-V-Vakzin

Freitag, 14. Mai 2021

/picture alliance, Debarchan Chatterjee

Moskau/Hyderabad – In Indien wird nun auch der russische Coronaimpfstoff Sputnik V eingesetzt. Die ersten Impfungen mit dem Vakzin hätten heute im zentralindischen Hyderabad begonnen, teilte der russische Staatsfonds RDIF mit. Sputnik V sei damit der erste im Ausland hergestellte Impfstoff, der in Indien genutzt wird. Eine zweite Charge werde in den kommenden Tagen in Indien erwartet.

Die indischen Behörden hatten Sputnik V Mitte April eine Notzulassung erteilt. Mehrere in Indien ansässige Pharmafirmen, darunter Virchow Biotech und Hetero Biopharma, wurden zudem Lizenzen für eine örtliche Produktion des russischen Vakzins erteilt. Ziel der Unternehmen ist es, insgesamt mehr als 850 Millionen Impfstoffdosen pro Jahr herzustellen.

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Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern gehört zu den derzeit am schwersten von der Corona­pandemie betroffenen Ländern der Welt. Den dritten Tag in Folge meldeten die Behörden des Landes am Freitag den Tod von mehr als 4.000 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen stieg um mehr als 343.000.

Wegen der dramatischen Lage geriet Premierminister Narendra Modi zuletzt zunehmend in die Kritik. Seine Regierung hatte ursprünglich angekündigt, bis Ende Juli 300 Millionen Menschen gegen COVID-19 zu impfen. Von diesem Ziel ist der Subkontinent allerdings weit entfernt.

Bisher erhielten in Indien, dem weltweit größten Impfstoffhersteller, nur 38,2 Millionen Einwohner eine Impfung. Grund für die schleppende Kampagne sind unter anderem Lieferengpässe, Probleme mit dem Online-Buchungssystem für Impftermine sowie Verwaltungschaos.

In einer Ansprache an die Bevölkerung betonte Modi, er könne das Leiden der Bevölkerung nachfühlen. „Wegen des Coronavirus haben wir Menschen verloren, die uns nahestanden. Der Schmerz, den unsere Bürger in den vergangenen Tagen erleiden mussten, empfinde ich genauso stark“, sagte der Regierungschef. © afp/aerzteblatt.de

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