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Ärzteschaft

Ärztekammer­präsidentin für baldige Coronaimpfungen für Jugendliche

Montag, 17. Mai 2021

Martina Wenker /dpa

Osnabrück – Jugendliche sowie Eltern von Jungen und Mädchen bei den Coronaimpfungen vorziehen – dies fordert Martina Wenker, Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen. Neben den alten Menschen müssten besonders die Jungen die stärksten Einschränkungen hinnehmen.

„Seit gut einem Jahr ist deren Leben fast auf Null gefahren; kein ordentlicher Schulunterricht mehr, kein Sport und so weiter“, sagte Wenker der Neuen Osnabrücker Zeitung. Es sei den jungen Menschen gegen­über nicht gerecht, wenn nun mittelalten Menschen durch die Impfung der Sommerurlaub auf Mallorca ermöglicht werde, wohingegen sie selbst sich weiter einschränken müssten.

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Die Medizinerin schlug vor, Jugendliche ab 16 gegen COVID-19 zu impfen. Mangels Coronaimpfstoffs für Kinder sollten zudem deren Eltern geimpft werden, um auch den Kindern eine Rückkehr in einen norma­len Alltag zu ermöglichen.

„Wir müssen einen Schutzwall um die Kinder bauen: Lehrer und Erzieher werden bereits geimpft, kom­men auch noch die Eltern hinzu, dann steht der Schutzwall“, so die Ärztekammerpräsidentin und Fach­ärztin.

Dann sei sichergestellt, dass infizierte Kinder ihre Eltern nicht anstecken könnten. Wenker regte an, für Jugendliche und Eltern von Kindern eine vierte Priorisierungsgruppe zu schaffen, bevor dann die Impfungen für alle freigegeben werden. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #12717
ruemenapf
am Dienstag, 18. Mai 2021, 10:05

Warum

Warum sollen Kinder und Jugendliche geimpft werden? Aus ethischen Überlegungen gibt es keinen Grund. Und als Ärzte haben wir Kriterien gelernt, nach denen Impfungen angewandt werden sollen. Diese treffen auf Kinder und Jugendliche nicht zu.
Das sollten wir uns immer wieder vergegenwärtigen und nicht in eine Hysterie verfallen und blind werden vor lauter Fehlinformationen aus der Laienpresse.
Avatar #659853
klresch
am Montag, 17. Mai 2021, 19:42

Blindlings junge Menschen impfen: Todesurteil für viele Ältere - und auch Jugendliche!

Es ist wahrlich nicht die Zeit, dass wir Ärzte emotional geprägte Glaubenssätze in die Welt posaunen. Es widerspricht allen ethischen Konventionen, auf die wir uns immer gerne berufen, verfügbare Evidenz einfach zu ignorieren. Und die spricht dramatisch gegen Ihre „Schutzwall“-These!
Tabelle 6 des Situationsberichts des rki vom 11.5. weist für die Altersgruppe der 10-19jährigen seit Beginn der Pandemie 6 Todesfälle aus (1 Fall wird noch „validiert“). Das ist bei einer Gesamtzahl von gut 7,5 Millionen Jugendlichen zwischen 10 und 19 etwa 1 Todesfall pro 1,25 Millionen Jugendlicher. Das rki merkt an, dass bei 12 der insgesamt 17 gemeldeten Todesfälle von 0-19 Jahren "Vorerkrankungen bekannt" sind (10-19 ist nicht separat ausgewiesen). Vergleicht man diese 6 gemeldeten jugendlichen Coronatoten mit den ca. 150 Verkehrstoten dieser Lebensdekade im Jahr 2019, dann liegt das Risiko einer schweren COVID-19 Erkrankung (mit tödlichem Verlauf) für die 10-19jährigen bei etwa 5% dieses allenthalben akzeptierten Lebensrisikos.
Die bisherige Priorisierungsansatz sah neben dem exorbitanten Mortalitätsrisikofaktor Alter als zweite Säule das Vorhandensein bestimmter schwerer Erkrankungen vor. Auch bei Jugendlichen mit einem stark erhöhten Risiko (z.B. Trisomie 21 oder Mukoviszidose) ist ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis denkbar. Eine Öffnung für eine flächendeckende Impfung der 10-19jährigen aber lässt ein Mehrfaches an tödlichen Impfkomplikationen erwarten als die 6 registrierten Todesfälle seit Beginn der Pandemie.
Das konsequente Festhalten an der Priorisierung von Menschen über 50, bei denen insgesamt ca. 99% aller Todesfälle (nämlich 84024 von 84888 insgesamt und 1503 von 1519 letzte Woche) verzeichnet wurden und der Menschen mit einschlägigem Risikoprofil rettet direkt viele Menschenleben, das Impfen von Jugendlichen leistet bestenfalls einen kleinen Beitrag zur Herdenimmunität und gefährdet dabei direkt konkrete, junge Menschenleben.
Si tacuisses!
Avatar #831667
singvogel
am Montag, 17. Mai 2021, 17:08

Wer braucht einen Schutzwall ???

Bitte unbedingt dieser Dame den folgenden Artikel zu Lesen geben - und dann nochmal Nachdenken:
https://www.scinexx.de/news/medizin/corona-antikoerper-verraet-risiko-fuer-schweren-verlauf/
Wichtig ist da v.a. der Abschnitt über Kinder und deren Umfeld !!!
LNS
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