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Ausland

Coronalage in Indien ist weiter sehr angespannt

Montag, 17. Mai 2021

/picture alliance, Prabhat Kumar Verma

Neu Delhi – Im schwer von der Coronapandemie getroffenen Indien sind die offiziellen Infektionszahlen auf hohem Niveau etwas gesunken. Am vergangenen Freitag wurden laut den indischen Behörden in der größten Demokratie der Welt mehr als 343.000 neue Fälle und 4.000 Tote binnen 24 Stunden erfasst.

Bis vor wenigen Tagen hatte Indien noch mehr als 400.000 Fälle pro Tag erfasst. Allerdings verlagert sich die Pandemie zunehmend von den großen Städten aufs Land, wo die Gesundheitsversorgung deut­lich schlechter ist und es weniger Tests gibt. So dürfte die Dunkelziffer hoch sein.

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Zuletzt berichteten Behörden von Dutzenden Leichen, die auf dem Fluss Ganges trieben – zumindest teils von Coronaopfern, deren Familien zu arm für eine traditionelle hinduistische Einäscherung waren.

Bislang sind weniger als drei Prozent der 1,3 Milliarden Einwohnerinnen und Einwohner Indiens ganz geimpft. Der Impfstoff ist angesichts der großen Bevölkerung knapp, obwohl Indien eigentlich als „Apo­theke der Welt“ bekannt ist und massenhaft Impfstoff herstellt.

Ein Gesundheitsberater der Regierung sagte allerdings am vergangenen Donnerstagabend, dass zwi­schen August bis Dezember mehr als 2 Milliarden Impfstoffdosen für das 1,3-Milliarden-Einwohner-Land bereitstehen sollten.

Am vergangenen Freitag wurde in Indien wohl erstmals eine im Ausland produzierte Impfdose verab­reicht – Sputnik V, wie der der staatliche russische Direktinvestmentfonds RDIF, der das Vakzin im Aus­land vermarktet, bekannt gab.

Bislang hatte Indien seine Bevölkerung nur mit in Indien produziertem Astrazeneca-Impfstoff sowie mit einem einheimisch entwickelten Vakzin geimpft. Seit Pandemiebeginn sind in Indien mehr als 24 Millio­nen Coronainfektionen erfasst worden. In absoluten und bekannten Zahlen ist das Land am zweitmeisten von der Pandemie betroffen. © dpa/aerzteblatt.de

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