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Politik

Spahn begrüßt Debatte über mögliche Impfempfehlung bei Kindern

Dienstag, 18. Mai 2021

/Prostock-studio, stock.adobe.com

Berlin – Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn (CDU) hat die Debatte über eine mögliche Empfehlung für die Coronaimpfung von Kindern und Jugendlichen begrüßt. „Ich finde es wichtig, dass es diese De­batte gibt“, sagte Spahn gestern in Berlin. Dies sei dann auch eine Entscheidungsgrundlage für die Eltern und Jugendlichen.

Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) will im Mai über die Zulassung des Impfstoffs von Bion­tech/Pfi­zer ab zwölf Jahren entscheiden. Der Chef der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mer­tens, hatte eine genaue Prüfung vor einer möglichen Impfempfehlung angekündigt.

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Spahn erläuterte, es gebe eine Diskussion darüber, ob und in welchem Umfang es eine Empfehlung zur Impfung von 12- bis 18-Jährigen geben solle. Die erwartete Zulassung solle die Impfung möglich ma­chen. Über die Frage einer Empfehlung sei damit noch nicht entschieden.

Die Frage des individuellen Nutzens stelle sich für jemanden, der 15 oder 20 Jahre alt sei, anders dar als für einen 80-Jährigen. Aber Impfungen hätten auch Auswirkungen auf die Pandemie, sagte Spahn unter Verweis auf das Infek­tionsgeschehen bei den Jüngeren.

Schulkinder und junge Erwachsene sind von Coronaneuinfektionen in Deutschland derzeit zwar über­durchschnittlich stark betroffen. Kinder und Jugendliche haben aber ein geringeres Risiko von schweren Verläufen von COVID-19.

Allerdings gibt es auch Fälle, bei denen Krankenhausbehandlungen nötig waren. Langzeitfolgen (Long COVID) könnte nach Einschätzung von Wissenschaftlern bei Kindern zudem eher auftreten als die akute Erkrankung.

Hinzu kommt das Risiko des pädiatrischen Multisystem-Inflammations­syndroms (PIMS), eine möglicher­weise Wochen nach der Infektion auftretende Krankheit. © dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #860755
BesorgterBürger
am Mittwoch, 26. Mai 2021, 21:13

Frechheit

schon schlimm, was unser Minister so ganz offensichtlich anrichtet und man nichts dagegen tun kann. Ob seine Beweggründe rein dem Wohle des Volkes dienen oder doch mal lieber die Staatsanwaltschaft mal genauer hinschauen sollte?!
Avatar #801950
psych12
am Sonntag, 23. Mai 2021, 15:35

Kaum mehr nachvollziehbar

Nach aktueller Datenlage sind Kinder extrem selten betroffen. Das Immunsystem wird hier den Unterschied erklären. Es kommt der Eindruck auf als wolle man letztlich alles impfen unabhängig von nutzen und Risiko. Je nachdem welche Gruppe geimpft werden soll wechseln sie Argumentationsstrategien. Jedenfalls ist so der Anschein. Wären bei den Erwachsenen noch Risiko Nutzen im Vordergrund liegt hier das Risiko und der nutzen bei Kindern gegen eine Impfung. Warum bis heute keine totvirus Impfung entwickelt und zur Marktreife geschossen wurde erschließt sich mir nicht . Wer geimpft ist hat den Schutz gegen einen schweren Verlauf. Wer sich nicht Impft trägt die Verantwortung mit seinem Immunsystem für sich selbst. Da derjenige der sich nicht Impft , keine Gefahr für den darstellt der sich geimpft hat und der Virus , wie die Grippe nicht ausgerottet werden kann, ist nach meinem Verständnis jede Diskussion obsolet .Wer sich Impft soll das tun und wer das nicht will kann das auch.Nur mit welcher Begründung sollte ein geimpfte von einem ungeimpften verlangen er solle sich impfen ? Ich kann kein Argument erkennen. Da der geimpfte auch weiterhin ansteckend ist und somit Überträger ,ist auch fraglich ob das überhaupt eine Impfung im klassischen Sinne darstellt ..
Avatar #822254
ulrich.sorge@websideart.de
am Freitag, 21. Mai 2021, 06:11

Widersprüchlich

Vor dem Hintergrund der Tatsache, dass die DIVI gerade eifrig bemüht ist, ihre Taschenspielertricks bei der Reduzierung der Bettenzahl, damit zu begründen, dass man die ITS Betten der Kinderintensivstationen aus der Zählung herausgenommen habe, da Kinder bei der Behandlung von Covid "nicht relevant" seinen, sind diese Artikel, in denen immer wieder völlig undifferenziert die angeblich immer größere Zahl von "Neuinfektionen" unter den Kindern postuliert wird, mehr als tendenziös, und politisch instrumentalisiert.

Und dann noch der Hinweis auf Long oder Post Covid Syndrome, und das "neuartigen" PIMS bei Kindern. Ich kann es nicht mehr hören, als Kawasaki Syndrom hat es bisher keinen dieser tollen Anthroposophen bei der Regierung interssiert.

Die DGPI lässt sich glücklicherweise nicht vor diesen absolut durchsichtigen Karren spannen und hat in ihrer Stellungnahme im April diesen Relativierern einmal echte Zahlen vorgehalten.

Und es sind tatsächlich 3 Kinder im Jahr 3020 wirklich an Covid19 gestorben.

Jedes einzelne ist ein Drama und macht traurig. Genauso wie jeder einzelne der anderen 85.000 Toten Covid unter den Erwachsenen. Oder unter den anderen 999.000 Toten Deutschen. Oder auf der Welt...

Der widerwärtige Zynismus, der hier von den politischen Entscheidungsträgern dem Bürger gezeigt e
Wird, ist unerträglich. Erst Recht, wenn diese sich - wie nun bei der Aufhebung der Impfpriorisierung - zunehmend als das zeigen, was die wirklich sind: nämlich an der "Volksgesundheit" tatsächlich völlig uninteressiert.

Sonst hätten wir keine "Debatte" über eine der facto unnötige Impfung bei Kindern, während weiter unsere älteren Mitbürger in grosser Zahl (mehr als 200 pro Tag) sterben, weil sie weder getestetes Personal haben, noch eine Impfung.

Ich habe drei Kinder, aber keine Eltern mehr. Und trotzdem " leiste" ich mir "meine Meinung" und trete "mutig" dafür ein. Auch auf die Gefahr hin, undifferenziert als Covidiod beschimpft zu werden....
Avatar #831667
singvogel
am Dienstag, 18. Mai 2021, 19:54

@Hartmut Steeb, BB-DD

Eine dpa-Meldung von Anfang Mai:
"Beflügelt von einem Milliardengewinn in den ersten drei Monaten will Biontech seine Corona-Impfstoff-Produktion weiter ausbauen und die Forschung in der Krebs-Therapie vorantreiben. "Unser Ziel ist es, zum globalen Machtzentrum der Immuntherapie im 21. Jahrhundert zu werden", sagte Vorstandschef Ugur Sahin am Montag bei der Vorstellung der Wirtschaftsdaten im ersten Quartal."
Steinmeier und Merkels Liebling hätte auch 'globales Innovationszentrum' sagen können oder so was ähnliches 🤔
Avatar #831974
BB-DD
am Dienstag, 18. Mai 2021, 19:37

@HartmutSteeb

Sie haben so recht. Es ist zum Verzweifeln, obwohl alles auf der Hand liegt: Die über 8 Mio. Schüler sind momentan die mit Abstand am meisten getestete Bevölkerungsgruppe. Ich weiß nicht, warum das RKI immer noch nicht angibt, ob die "positiven" Fälle durch reinen PCR-Test, durch Antigen-Schnelltest mit anschließendem PCR-Test usw. zustande kommen, welche Cyclenzahlen zugrunde liegen und vor allem mit wie vielen Tests in bestimmten Bevölkerungsgruppen diese "Inzidenzen" generiert werden. Die "PCR-Positiv-Inzidenz" als Kriterium für die Bewertung der Verbreitung des Virus in der Bevölkerung oder Teilen davon ist SCHWACHSINN, das sollte der Regierung doch nun seit Monaten bekannt sein. Es wurden Verfassungsbeschwerden eingereicht, die sich genau dagegen wenden, es sind im Ausland Gerichturteile gefällt worden, die das Kriterium PCR-Test außer Kraft setzen etc. Nur in Deutschland dreht es sich im Kreis und wird ignoriert. Man kann Dummheit nicht annehmen, es ist Vorsatz! Wir brauchen die "Inzidenzen" des Massen-Impfexperimentes wegen - gerade jetzt bei Kindern und Jugendlichen! Wer liefert? Der sogenannte "Goldstandard", der PCR-Test. Wenn man sich anschaut, dass die Antigen-Schnelltests in den Schulen praktisch NICHTS messen außer die Falschpositiv-Rate in einer coronafreien Umgebung (siehe dazu die Validierungsuntersuchungen des PEI unter https://antigentest.bfarm.de/ords/f?p=110:100:5240918311910:::::&tz=2:00 und die millionenfache Validierung seit VOR Ostern an sächsischen Schulen sowie die Entwicklung der "Positivezahlen" während der erneuten Schulschließungen und des Wechselunterrichts dort), dann muss endlich die Diskussion um den ungeeigneten PCR-Test geführt werden. Dann stürzt endlich das ganze Coronakartenhaus zusammen. Die vom RKI angenommenen Prävalenzen im Prozentbereich sind lange widerlegt! Vom 30.3.-17.5. (7 Wochen) wurden 283 PCR-positive Kinder hospitalisiert. In einer Grippewelle werden 5000 Kinder mit Atemwegserkrankung hospitalisiert, PRO WOCHE.
Avatar #833365
HartmutSteeb
am Dienstag, 18. Mai 2021, 18:19

Kinderimpfungen

Schon interessant die ständig wiederholte Behauptungen, dass Kinder und Jugendliche stark betroffen wären. 99,99 % haben keinen schweren Krankheitsverlauf. Woher nimmt Spahn denn die Zahlen? Auch er sollte doch endlich mal akzeptieren, dass positiv Getestete nicht das Ergebnis einer ärztlichen Diagnose sind. Also: Wieso sind sie stärker betroffen?
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