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SBK-Umfrage zeigt Zurückhaltung der Bürger bezüglich Datennutzung und KI-Einsatz

Donnerstag, 20. Mai 2021

/CNStock, stock.adobe.com

Heidenheim – Um die Potenziale der künstlichen Intelligenz im Gesundheitswesen heben zu können, ist laut einer Umfrage der Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK) noch viel Aufklärungsarbeit nötig. Die Zustimmung in der Bevölkerung ist demnach eher gering, die Datenfreigabe durch die Betroffenen aber eine zwingende Voraussetzung für die umfassende Datennutzung.

Im Rahmen der repräsentativen Umfrage der SBK äußerten lediglich 39 Prozent der Befragten eine (eher) positive Einstellung zur Nutzung von künstlicher Intelligenz (KI) im Gesundheitswesen. Die negative Einstellung nimmt mit dem Alter zu. Während bei den 18- bis 24-Jährigen noch 51 Prozent der Befragten der Entwicklung hin zu mehr künstlicher Intelligenz etwas Positives abgewinnen können, sind es bei den über 55-Jährigen nur 38 Prozent.

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Grund für die Skepsis ist unter anderem die Angst vor dem Missbrauch der Daten: 48 Prozent derjenigen, die die Entwicklung hin zum stärkeren Einsatz künstlicher Intelligenz (eher) negativ sehen, nannten entsprechende Befürchtungen als Grund.

„Wir in Deutschland sind in Sachen Datenschutz sehr gut aufgestellt, Datenschützer begleiten alle Entwicklungen sehr genau. Zudem ist Gesundheitsschutz bei uns in öffentlicher Hand. Wir Krankenkassen beispielsweise beweisen seit jeher, dass wir verantwortungsbewusst mit den Daten umgehen“, betonte in diesem Zusammenhang Christine Ott, Fachbereichsleiterin Datenmanagement bei der SBK.

Ein differenziertes Bild zeichnet die Umfrage bei den Antworten zur Frage, wem die Befragten ihre Daten freigeben würden. Während behandelnde Ärzte und die eigene Krankenkasse Vertrauen genießen, ist die Skepsis gegenüber Forschungseinrichtungen groß: Nur acht beziehungsweise vier Prozent würden ihre Daten für öffentliche beziehungsweise privatwirtschaftliche Forschungseinrichtungen zugänglich machen.

Zwar beschäftigen sich laut Eigenangabe zwei Drittel der Befragten mit der Frage, welche Gesundheitsdaten sie wem freigeben – doch gut informiert dazu fühlen sich nur 28 Prozent. Der Großteil (72 Prozent) sieht sich nicht in der Lage, hierzu eine informierte Entscheidung zu treffen.

„Der Auftrag, der sich daraus für uns ergibt, muss lauten, die Menschen besser aufzuklären. In den letzten Jahren wurde viel über digitale Gesundheitskompetenz gesprochen. Diese muss auch die Vermittlung von Datenkompetenz umfassen“, so Ott. Diese Aufgabe dürfe aber als eine gesamtgesellschaftliche nicht nur bei den Krankenkassen liegen. © aha/aerzteblatt.de

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