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Politik

Rat der Arbeitswelt legt ersten Bericht vor, Verbesserungen für die Pflege gefordert

Donnerstag, 20. Mai 2021

/Rawpixel.com, stock.adobe.com

Berlin – Der Rat der Arbeitswelt hat vorgestern seinen ersten Bericht an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) übergeben. Der Bericht benennt die wichtigsten Handlungsfelder, die sich aus den Folgen der Coronapandemie ergeben haben, und gibt Empfehlungen für die Bewältigung sowie für die längerfristige Gestaltung der Arbeitswelt. Besonderen Handlungsbedarf sehen die Sachverständigen beim Homeoffice, bei den Minijobs, der sozialen Absicherung von Soloselbstständigen sowie vor allem in der Aufwertung der Pflegeberufe.

„Für mehr qualifiziertes Pflegepersonal müssen die Motive der Berufswahl auch mit der erlebten Berufs­wirklichkeit übereinstimmen“, beonte Ratsmitglied Michaela Evans, Direktorin des Forschungsschwer­punktes Arbeit und Wandel am Institut Arbeit und Technik (IAT/ Westfälische Hochschule). Die Corona­pandemie hat offengelegt, dass die berufliche Pflege dringend strukturelle Verbesserungen benötigt.

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Die Umsetzung vorhandener Instrumente zur Personalbemessung stelle hier ein wesentlicher Faktor dar, so der Rat. Geeignete Instrumente lägen teilweise bereits vor, nun gehe es darum diese bundesein­heitlich zu implementieren. Zudem seien zeitnahe Lösungen für flächendeckend bessere Löhne und zur Erhöhung der Tarifbindung in der Altenpflege notwendig. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz müsse zudem gestärkt werden.

Angesichts der bestehenden Fachkräfteengpässe stünden Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen vor der Herausforderung, sich diverse Beschäftigtengruppen zu erschließen. „Neue Personal- und Qualifikations­mixe schaffen erweiterte Chancen für auch niedrigschwellige Berufseinstiege, etwa auch rund um das Berufsfeld Pflege etwa in Service und Assistenz“, so Evans.

Es brauche es mehr Orientierung darüber, wie für geeignete und motivierte Personen neue Berufs- und Qualifizierungswege zur Pflegefachkraft möglich werden können.

Der Rat empfiehlt zudem interministerielle beziehungsweise ressortübergreifende Vereinbarungen für die Entwicklung und Umsetzung einer arbeits- und beschäftigungsorientierten „Digitalen Agenda der Pflege“. © aha/EB/aerzteblatt.de

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