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Ausland

WHO Europa: Fortschritt im Coronakampf ist fragil

Donnerstag, 20. Mai 2021

Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor Europa. /picture alliance, TASS, Russian Foreign Ministry Press O

Kopenhagen – Die Welt­gesund­heits­organi­sation WHO warnt angesichts sinkender Coronazahlen in Europa vor einem vorzeitigen Nachlassen im Kampf gegen die Coronapandemie.

Die Zahl der nachgewiesenen wöchentlichen Neuinfektionen in der europäischen Region sei zwar inner­halb eines Monats von 1,7 Millionen um rund 60 Prozent auf knapp 685.000 in der vergangenen Woche zurückgegangen, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge heute auf seiner regelmäßigen Online­pressekonferenz in Kopenhagen.

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„Aber dieser Fortschritt ist zerbrechlich. Wir waren hier schon einmal. Lasst uns nicht dieselben Fehler machen, die zu dieser Zeit im vergangenen Jahr gemacht wurden“, sagte Kluge. Diese Fehler hätten zu einem Wiedererstarken des Coronavirus sowie dazu geführt, dass die europäischen Gesundheitssysteme, Gemeinschaften und Volkswirtschaften erneut die volle Kraft der Pandemie gespürt hätten.

„Wir haben unsere Lektion auf die harte Weise gelernt“, sagte Kluge. Nun gehe es in die richtige Rich­tung. Dennoch müsse man das Virus weiter aufmerksam im Auge behalten. Die Pandemie sei noch nicht vorbei.

Die im Sommer erwartete zunehmende Mobilität sowie mehr Aktivitäten und Zusammenkünfte könnten wieder zu mehr Infektionen in Europa führen. Während man weiter Vorsicht walten lassen müsse, mögen die Coronaimpfstoffe zwar ein Licht am Ende des Tunnels sein. „Aber wir dürfen uns von diesem Licht nicht blenden lassen“, sagte Kluge.

Die WHO zählt zur Region Europa insgesamt mehr als 50 Länder, neben der EU sind darunter zum Bei­spiel auch die Türkei, Russland und die Ukraine. In dieser Region hat es nach WHO-Angaben bislang knapp 54 Millionen gemeldete Coronainfektionen sowie rund 1,13 Millionen damit in Verbindung stehende Todesfälle gegeben. © dpa/aerzteblatt.de

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Avatar #106067
dr.med.thomas.g.schaetzler
am Freitag, 21. Mai 2021, 10:11

Hans H. Kluge/WHO ebenfalls "fragil"?

Ist der Kollege Dr. med. Hans H. Kluge, WHO-Regionaldirektor Europa, etwa genauso "fragil" wie der von ihm jetzt endlich kleinmütig zugegebene fragile "Fortschritt im [Anti-]Coronakampf"?
Derselbe WHO-Regionaldirektor für Europa, der Belgier Dr. med. Hans Henri Kluge, verkündete noch im Februar 2021 im dänischen Staatssender DR ziemlich großkotzig, dass die Coronavirus-Pandemie schon in wenigen Monaten überwunden sein werde. Kluge prophezeite, die schlimmsten Szenarien seien nun vorbei. "Es wird weiterhin ein Virus geben, aber ich glaube nicht, dass Einschränkungen nötig sein werden. Das ist eine optimistische Aussage." Kluge sagte, Mutationen seien "normal" und sie würden nicht dazu führen, dass das Virus außer Kontrolle gerate.
https://amp.n-tv.de/politik/politik_person_der_woche/Ist-das-der-Anfang-vom-Ende-der-Pandemie-article22380150.html
Das Beispiel Indien belehrt uns nicht nur aktuell eines Besseren!

Para-wissenschaftlicher Unterstützer war damals Paul E. Sax, Editor NEJM Journal Watch Infectious Diseases COVID-19: Rückgang wg. Saisonalität/Herdenimmunität/Verhaltensmodifikation/Impfstoff/Virus selbst/Mischung 1-5. plus Sättigungspotenzial?
https://blogs.jwatch.org/hiv-id-observations/index.php/why-are-covid-19-case-numbers-dropping/2021/02/21/
Seine hochspekulativen Therorien
Theorie 1: Saisonalität. Klimatische/saisonal-regionale Aktivität/Spezifität?
Theorie 2: „Das könnte uns bis zur Hälfte der US-Bevölkerung bringen, die einen gewissen Grad an natürlicher Immunität gegen die Infektion hat"?
Theorie 3: Verhaltensmodifikationen. Fallen die Zahlen, weil die Menschen AHA-Regeln beachten?
Theorie 4: „Die Welt impft wie verrückt, die Nachfrage sprengt alle Erwartungen“ (Sax), mit/ohne "Sterile Immunität" als Folge?
Theorie 5: „Vielleicht tut uns das Virus den Gefallen, und wird mit der Zeit weniger virulent“?

Vgl. dazu
https://www.doccheck.com/de/detail/articles/31904-breaking-news

Mf+kG, Ihr Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund
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