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Politik

Coronaimpfung: Streit um Verantwortlichkeiten in Brandenburg

Freitag, 21. Mai 2021

/picture alliance, Reuters, Hannibal Hanschke

Potsdam – In Brandenburg streiten sich die Vertragsärzte und Landesregierung weiter um die Verant­wort­lich­keiten beim Impfen gegen SARS-CoV-2. Es geht auch um zu geringe Mengen des Vakzins für Arztpraxen.

So erhielten die Ärzte in Brandenburg noch immer nicht die gewünschte Menge an Impfstoff gegen das Coronavirus, hieß es heute von der Kassenärztliche Vereinigung des Landes (KVBB). Regelmäßig müssten bereits vereinbarte Termine abgesagt werden.

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Die KVBB wies den Vorwurf zurück, Ärzte riefen Impfstoff nicht ab oder lagerten ihn über längere Zeit in der eigenen Praxis. Man lasse sich nicht den Schwarzen Peter zuschieben, hieß es. Die Impflogistik sei allein die Aufgabe der staatlichen Organisationen.

Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU) hatte zuvor in den Potsdamer Neuesten Nachrichten von Anlaufschwierigkeiten in den Arztpraxen gesprochen. „Aber die KVBB muss dafür sorgen, dass in kürzester Frist jeder Impfstoff, der für Brandenburg bereitsteht, auch abgerufen und verimpft wird.“ SPD-Fraktkionschef Erik Stohn hatte gleichfalls in dieser Woche kritisiert, dass das Impfen in den Praxen nicht optimal laufe.

Beide Politiker reagierten auf Daten, nach denen einige Zehntausend Impfdosen nicht abgerufen worden seien. Der entsprechende Report des Paul-Ehrlich-Instituts zeige aber nicht, was die Arztpraxen abrufen, sondern die Verteilung vom Großhandel an die Apotheken, erklärte die KVBB. Die Praxen riefen den Impfstoff vollständig ab und verbrauchten ihn innerhalb weniger Tage.

Auch die Vorsitzende des Landeshausärzteverbandes, Karin Harre, glaubt nicht, dass der Impfstoff nicht abgerufen worden ist. „Das kann nicht sein“, sagte die Ärztin. Sie wundere sich aber über die Praxis, wie Impfstoff bestellt, beziehungsweise geliefert werde. „Das ist schön längere Zeit unübersichtlich.“ © dpa/aerzteblatt.de

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