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Deutsche Medizintech­nikindustrie wächst auch im Pandemiejahr

Dienstag, 25. Mai 2021

/tong2530, stockadobecom

Berlin – Die Medizintechnik-Branche konnte im vergangenen Umsätze in Höhe von 34,25 Milliaden Euro erwirtschaften. Das ist ein Plus von 2,9 Prozent im Vergleich zu 2019. Mit 11,72 Milliarden Euro konnte der Inlandsumsatz im Vergleich zu 2019 um 2,8 Prozent gesteigert werden.

Das Auslandsgeschäft stellt sich demnach mit 22,53 Milliarden Euro und einem Zuwachs von 2,9 Prozent ebenfalls positiv dar, so die Daten des Statistischen Bundesamtes. Die Beschäftigtenzahl der 1.450 Betriebe mit mehr als 20 Beschäftigten stieg um 1,5 Prozent auf mehr als 152.000 Mitarbeiter.

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„Die deutsche Medizintechnik hat sich in den schwierigen Zeiten der Coronapandemie als verlässlicher Partner bewiesen“, sagte Martin Leonhard, Vorsitzender der Medizintechik im Deutschen Industriever­band Spectaris. Das positive Umsatzergebnis resultiere nicht zuletzt aus einem sehr starken Wachstum einiger besonders coronarelevanter Produktgruppen wie Beatmungsgeräten, Herz-Lungen-Maschinen (ECMO), Masken, Spritzen und andere Verbrauchsgüter.

Dies dürfe aber gleichzeitig nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele gerade kleinere Hersteller von der Krise hart getroffen worden seien und der Umsatzzuwachs zudem zahlreiche vorgezogene Investitionen beinhalte, mahnte Leonhard.

Große wie kleine Unternehmen stünden gleichermaßen vor enormen Herausforderungen. Der stetig zu­nehmende Zulassungs- und Bürokratieaufwand bringe viele Hersteller an ihre Belastungsgrenze und schade der Innovationskraft der Branche.

„Wir brauchen jetzt den Mut der Politik zur Bürokratiebremse: Regulierung ist im Gesundheitswesen grundsätzlich erforderlich, um Patientensicherheit überall auf höchstem Niveau zu gewährleisten. Doch neue Regulierungen, die nicht hinreichend zu mehr Patienten- und Anwendersicherheit beitragen, müssen kritisch hinterfragt werden“, so Leonhard.

Diese könnten den Forschungs- und Innovationsstandort Deutschland schwächen und die Existenz vieler innovativer Unternehmen in Frage stellen. Angesichts der Exportquote von 66 Prozent müsse zudem Ten­denzen nationaler Abschottung von Seiten der deutschen und europäischen Politik entschieden begegnet werden, forderte der Spectaris-Vorsitzende. © EB/aerzteblatt.de

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