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Panne in Chemnitz: 17 Menschen versehentlich mit Astrazeneca geimpft

Dienstag, 25. Mai 2021

/Wolfilser, stock.adobe.com

Chemnitz – Wegen einer Panne am Impfzentrum Chemnitz sind 17 Menschen versehentlich mit Astraze­neca statt Moderna geimpft worden. Davon sind wohl auch unter 40-Jährige betroffen. Insgesamt habe der Kreis von anfangs mehr als 250 auf 69 Menschen eingegrenzt werden können, die in dem Zeitraum heute auf der betreffenden Impf­strecke geimpft wurden.

Noch genauer werde sich der Personenkreis nicht bestimmen lassen, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen, Klaus Heckemann. Dazu zählten acht Geimpfte, die jünger als 40 Jahre seien. Der Astrazeneca-Impfstoff kann in seltenen Fällen schwere Nebenwirkungen haben.

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Die Ständige Impfkommission empfiehlt das Vakzin für Personen ab 60 Jahre; nach ärztlicher Aufklärung und Einwilli­gung ist aber auch ein Impfen Jüngerer möglich. In Sachsens Impfzentren wird das Vakzin regulär an über 60-Jährige verabreicht; seit kurzem bieten sie auch Impfungen damit für Menschen ab 40 an.

Die Kassenärztliche Vereinigung bedauerte die Verwechslung: „Leider konnte dies trotz höchster Sicher­heits­maßnahmen und Kontrollmechanismen nicht verhindert werden.“ Es sei sehr misslich, dass die Am­pullen beider Vakzine das gleiche Volumen hätten und auch ihre Abdeckung farblich gleich sei. Das habe die Verwechslung begünstigt, erklärte Heckemann auf Nachfrage.

Den Angaben nach wurden nach der Verwechslung personelle Konsequenzen gezogen. Zudem würden die Abläufe erneut geprüft und die Mitarbeiter der Impfzentren entsprechend instruiert. Die möglicher­weise Betroffenen seien per Brief über weitere Handlungsempfehlungen informiert worden, hieß es. Zudem könnten sie sich über eine Sonderrufnummer mit ihren Fragen an einen erfahrenen Impfarzt wenden.

Laut Heckemann wurden die Betroffenen noch einmal speziell zu Nebenwirkungen von Astrazeneca aufgeklärt und dazu angehalten, gezielt auf Anzeichen dafür zu achten.

Für die meisten sei es die erste Impfung gewesen; sie sollen bei der Zweitimpfung nun den eigentlich vorgesehenen Moderna-Impfstoff erhalten. Einen Nachteil durch den Mix der Vakzine mit Blick auf die Wirksamkeit der Impfung sehen die Experten nicht.

„Wir stehen mit der Kassenärztlichen Vereinigung in engem Kontakt und begrüßen den verantwortungs­vollen Umgang bei der Aufklärung des Vorfalls, damit Betroffene ihre Fragen stellen können“, schrieb das Ge­sund­heits­mi­nis­terium auf Twitter. © dpa/aerzteblatt.de

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