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Politik

Bundesregierung stuft Großbritannien als Virusvariantengebiet ein

Dienstag, 25. Mai 2021

/pusteflower9024, stock.adobe.com

Berlin – Wegen der Ausbreitung der als besonders ansteckend geltenden indischen Coronavariante hat die Bundesregierung Großbritannien als sogenanntes Virusvariantengebiet eingestuft. Die Einstufung gilt seit Mitternacht in der Nacht zu vorgestern für Großbritannien inklusive der Isle of Man sowie aller Kanalinseln und britischen Überseegebiete, wie das Robert-Koch-Institut (RKI) mitteilte.

Einreisen aus Großbritannien nach Deutschland werden damit drastisch eingeschränkt. Bei der Einreise gilt nun ein Beförderungsverbot für den Verkehr mit Zug, Bus, Schiff und Flugzeug aus Großbritannien. Einreisende müssen einen negativen Coronatest vorweisen, zudem können sie ihre Quara­ntäne nicht mit Hilfe negativer Tests abkürzen.

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Dank der massiven Impfkampagne gehen die Infektionszahlen in Großbritannien seit Wochen zwar deut­lich zurück. Gleichzeitig aber sorgt die starke Ausbreitung der indischen Coronavirusvariante B.1.617.2 vor allem im Nordwesten Englands und in London für Besorgnis. Deswegen hatte das RKI Großbritan­nien bereits vor einer Woche wieder als Coronarisikogebiet eingestuft.

Bis Mitte dieser Woche waren in Großbritannien rund 3.000 Fälle der indischen Coronavariante nachge­wiesen worden, wie Ge­sund­heits­mi­nis­ter Mark Hancock vor dem Parlament in London sagte. Trotz der Ausbreitung der Mutante hält die Regierung von Premierminister Boris Johnson an ihren Plänen fest, die Einschränkungen des öffentlichen Lebens bis zum 21. Juni vollständig zurücknehmen zu wollen. Bereits seit gestern sind in England, Wales und Teilen Schottlands Cafés, Pubs und Restaurants wieder geöffnet.

Die Mutante B.1.617.2 wird von der Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) als „besorgniserregend“ einge­stuft. RKI-Chef Lothar Wieler sagte am vergangenen Freitag, es gebe die Vermutung, dass die Variante eine deutlich höhere Übertragbarkeit aufweise. Der Impfschutz werde zudem geringer sein, dies aller­dings „in über­schaubarem Maße“.

Nach der Rückstufung Frankreichs vom Hochinzidenz- zum einfachen Risikogebiet werden dagegen die deutschen Einreisebedingungen für Grenzgänger erleichtert. Ab Mitternacht in der Nacht zu vorgestern brauchen Pendler aus Frankreich keinen Coronatest mehr, wie der französische Europa-Staatssekretär Clément Beaune mitteilte. Er begrüßte die Entscheidung der Bundesregierung als eine „Rückkehr zur Normalität“ für die Betroffenen.

Bisher müssen Grenzgänger alle 48 Stunden auf das Coronavirus getestet werden, eine Ausnahme galt allerdings für die Grenze zwischen dem französischen Departement Moselle und dem Saarland.

Nachdem die Bundesregierung am vergangenen Freitagabend entschieden hatte, Frankreich nicht mehr länger als Hochinzidenzgebiet zu führen, fallen die verpflichtenden Tests laut Beaune nun für alle Grenzgänger weg.

Für andere Reisende aus Frankreich fällt die Quarantänepflicht weg. Allerdings müssen sie einen weni­ger als 72 Stunden alten negativen Coronatest vorweisen können, vollständig geimpft sein oder eine COVID-19-Erkrankung bereits überstanden haben.

Die Bundesregierung hatte nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Freitagabend beschlossen, mehrere europäische Länder, darunter Frankreich und Kroatien, von Hochinzidenzgebieten zu Risiko­gebieten herabzustufen. Nicht mehr als Risikogebiete gelten Finnland, Irland, Jamaika, Rumänien, San Marino, die Slowakei sowie Spanien. © afp/aerzteblatt.de

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