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Ärzteschaft

Ärztezuwachs in Baden-Württemberg

Donnerstag, 27. Mai 2021

/adiruch na chiangmai, stockadobecom

Stuttgart – Die Zahl der in Baden-Württemberg in der Versorgung tätigen Ärzte ist gestiegen. Das geht aus der jüngsten Ärztestatistik für Baden-Württemberg hervor, die die Lan­des­ärz­te­kam­mer veröffentlicht hat. Demnach waren zum Stichtag 31. Dezember 2020 47.611 berufstätige Ärzte ambulant und stationär in Kliniken beschäftigt. Dies ist ein Plus von rund 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

„Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und einer älter werdenden Gesellschaft, in der Krankheit immer mehr zur Alltäglichkeit wird, ist es erfreulich und beruhigend, dass immer mehr Ärztinnen und Ärzte für die Versorgung bereitstehen“, sagte Wolfang Miller, Präsident der Landesärzte­kammer Baden-Württemberg.

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Die Ärztestatistik zeige, dass man für die Zukunft gut gerüstet sei. Allerdings bestehe nach wie vor ein großer Versorgungsbedarf vor allem im hausärztlichen Bereich und es gebe im Gegensatz zu früher in einigen Facharztgruppen noch freie Arztsitze.

Insgesamt waren Ende des vergangenen Jahres laut den Daten 52.652 Ärzte als Berufstätige im Einsatz (etwa 2,2 Prozent mehr als im Vorjahr) – dazu zählen neben den ambulant und stationär Tätigen auch Ärzte, die in Behörden, Körperschaften und Betrieben arbeiten. Die Gesamtärzteschaft im Südwesten, zu der unter anderem auch Ärzte im Ruhestand gehören, zählte Ende 2020 71.229 Personen.

Ärzte außerhalb der Regelversorgung – beziehungsweise solche, die ihre Tätigkeit in letzter Zeit aufge­geben hatten – wurden während der Coronapandemie im Jahr 2020 gezielt von der Lan­des­ärz­te­kam­mer Baden-Württemberg für die Mitwirkung an ärztlichen Maßnahmen in ihrem Stadt- oder Landkreis ge­won­­n­en. Dies gilt etwa für die Tätigkeit in Abstrichzentren, im ärztlichen Fahrdienst, in den Kliniken, bei den Gesundheitsämtern oder zum Jahresende hin für Tätigkeiten in Impfzentren.

Die aktuelle Ärztestatistik zeigt noch weitere Entwicklungen in Baden-Württemberg auf. So erhöht sich beispielsweise der Frauenanteil innerhalb der Ärzteschaft weiter kontinuierlich: Ende 2020 waren bei­spielsweise von den 52.652 ärztlich berufstätigen Personen 24.849 Ärztinnen – dies entspricht einem Anteil von rund 47,2 Prozent. Ende 2019 waren es rund 46,5 Prozent, Ende 2018 rund 45,9 Prozent. © aha/EB/aerzteblatt.de

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Avatar #549162
michael13
am Donnerstag, 27. Mai 2021, 22:33

Zahlentrickserei

Da will die Ärztekammer wieder mal was schönreden. Nicht die absolute Anzahl der Ärzte ist entscheidend, sondern die verfügbaren Arztstunden und die nehmen in ganz Deutschland ab, da der Nachwuchs viel mehr Teilzeit und angestellte Arbeitsverhältnisse anstrebt. Ich finde ja etwas mehr Ehrlichkeit in unseren Spitzengremien wäre schön. Schon schlimm genug, dass unsere Politiker uns einen "vom Pferd" erzählen, wie es ihnen gerade in die Karriere passt. Als Selbständiger niedergelassener Arzt in Einzelpraxis seit 25 Jahren, ursprünglich aus Überzeugung, kann ich den Nachwuchs verstehen. Ich würde mich auch nur noch anstellen lassen. Die Einzelpraxis wird einem systematisch (wohl politisch gewollt) madig gemacht. Viel Spaß mit dem Ärztemangel in den nächsten Jahrzehnten, wenn unsere Generation endgültig die Nase voll davon hat, wie sie behandelt wird.
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