NewsPolitikKinder und Jugendliche sollen in reguläre Coronaimpfkampagne einbezogen werden
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Politik

Kinder und Jugendliche sollen in reguläre Coronaimpfkampagne einbezogen werden

Donnerstag, 27. Mai 2021

Michael Müller (SPD), Angela Merkel (CDU), Markus Söder (CSU) /picture alliance/ASSOCIATED PRESS, Annegret Hilse

Berlin – Mit der erwarteten Zulassung eines Coronaimpfstoffs für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren soll diese Altersgruppe in die Zusage von Bund und Ländern einbezogen werden, allen Impfwilligen bis zum Ende des Sommers ein Impfangebot zu machen. Dies beschlossen heute Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder im Rahmen des sogenannten Impfgimpfels.

Merkel betonte, alle Altersgruppen, für welche zugelassene Impfstoffe verfügbar sind, könnten sich mit Aufhebung der Priorisierung am 7. Juni gegen COVID-19 impfen lassen. Der zu gewährleistende sichere Schulbetrieb sei aber „unabhängig“ von etwaigen wahrgenommenen Impfungen zu betrachten.

Anzeige

In dem Beschluss von Bund und Ländern heißt es, ab dem Ende der Priorisierung könnten sich Kinder und Jugendliche beziehungsweise ihre Erziehungsberechtigten „in vergleichbarer Weise wie bei anderen Impfwilligen, die keiner Priorisierung unterliegen, um einen Impftermin insbesondere bei den niedergelassenen Ärzten bemühen“.

Das bedeute aufgrund der begrenzten Verfügbarkeit von Impfstoffen aber nicht, dass bereits kurzfristig für diese Gruppe Termine verfügbar seien. Den Ländern bleibe unbenommen, darüber hinaus Angebote in Impfzentren oder spezifische Programme für diese Altersgruppe aufzulegen, so heißt es im Beschluss.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), zugleich aktueller Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK), betonte, es werde keine zusätzlichen Impfstoffdosen geben – entsprechende Erwartungen müsse man schon jetzt dämpfen.

Insgesamt habe man sich jetzt auf einen „verantwortbaren Prozess“ zur Impfung von Kindern und Jugendlichen geeinigt, sagte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Eine Impfpflicht für Kinder und Jugendliche werde es nicht geben. „Keiner muss geimpft werden“, sagte Söder, der aus Nürnberg zugeschaltet war. „Wir wollen Impfangebote machen, aber es gibt keine Impfpflicht.“

Grundsätzlich sei man trotz der Einbeziehung der Arztpraxen, welche für zusätzliches Tempo gesorgt habe, noch nicht über den „Impfberg“ – die Lage werde aber jeden Tag besser, so Söder.

Bund und Länder bekräftigen in dem Beschluss ihr Ziel, allen Impfwilligen bis Ende des Sommers ein Impfangebot zu machen. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA wird voraussichtlich morgen über eine Zulassung für den bisher ab 16 Jahren zugelassenen Impfstoff von Biontech und Pfizer entscheiden. © aha/dpa/aerzteblatt.de

Themen:

Kommentare

Die Kommentarfunktion steht zur Zeit nicht zur Verfügung.
LNS
VG WortLNS LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER