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Ausland

WHO erteilt zweitem chinesischen Coronaimpfstoff Notfallzulassung

Mittwoch, 2. Juni 2021

/vladim_ka, stock.adobe.com

Genf – Die Welt­gesund­heits­organi­sation (WHO) hat dem Impfstoff des chinesischen Herstellers Sinovac gestern eine Notfallzulassung erteilt. Der Impfstoff entspreche in seiner Wirksamkeit, Sicherheit und Herstellung den internationalen Standards, erklärte die WHO in Genf. Eine Immunisierung mit Sinovac erfordert zwei Impfdosen im Abstand von zwei bis vier Wochen und wird von der WHO für Menschen ab 18 Jahren empfohlen.

Nach Angaben der WHO verhindert das Vakzin „bei 51 Prozent der Geimpften eine symptomatische Erkrankung“. In 100 Prozent der untersuchten Fälle konnten demnach durch eine Impfung ein schwerer Verlauf und ein Kranken­haus­auf­enthalt verhindert werden. Allerdings habe die Wirksamkeit bei Menschen über 60 Jahren nicht geprüft werden können.

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Es ist bereits der zweite chinesische Impfstoff gegen das Coronavirus, der von der WHO eine Notfall­zulassung erhalten hat. Zuvor hatte die UN-Unterorganisation das Vakzin des Herstellers Sinopharm für Notfallanwendungen zugelassen.

Ländern, die nicht in der Lage sind, schnell eine eigene Prüfung des Vakzins vorzunehmen, wird durch die Notfallzulassung der WHO diese Entscheidung erleichtert. Der Schritt ermöglicht außerdem eine Aufnahme des Vakzins in das internationale Covax-Programm, das eine faire weltweite Verteilung von Coronaimpfstoffen anstrebt.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus unterstrich die Notwendigkeit, die Ungleichheit bei der Impfstoffverteilung zu überwinden: „Es ist jetzt entscheidend, diese lebensrettenden Mittel schnell zu den Menschen zu bringen, die sie benötigen.“

Das Sinovac-Vakzin ist nach Angaben der WHO leicht zu lagern, was seine Anwendung besonders in ärmeren Ländern erleichtern dürfte. Einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP zufolge wird der Sinovac-Impfstoff bereits in 22 Ländern und Regionen eingesetzt. Zu den Staaten, die das Mittel nutzen, zählen China, Brasilien, Chile, Thailand und die Türkei. © afp/aerzteblatt.de

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