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Ärzteschaft

Hausärzte testen gemeinsames Impfen mit Onlinebuchung

Mittwoch, 2. Juni 2021

/Christian-P. Worring, stock.adobe.com

Rheinbach – Angesichts des enormen Patientenansturms auf Impftermine mit pausenlos klingelnden Telefonen in den Praxen testen Hausärzte das gemeinsame Impfen mit einer Onlinebuchung. „Kooperation ist das Stichwort“, sagte der Vorsitzende des Hausärzteverbandes Nordrhein, Oliver Funken, der Deutschen Presse-Agentur.

Termine könnten für mehrere Praxen über eine gemeinsame Vergabe online buchbar sein. Die gebündelte Impfstoffmenge könnte dann in geeigneten Räumen, die beispielsweise Kommunen zur Verfügung stellen, gespritzt werden, so Funken. Mit dem kooperativen Impfen könnten Ärzte ihre Praxen etwas entlasten. Nach diesem Modell seien am vergangenen Wochenende in Rheinbach rund 300 Coronaimpfungen binnen vier Stunden erfolgt.

Der Verbandschef warnt vor einer gigantischen Frustration der Patienten zum Stichtag 7. Juni, wenn die Impfpriorisierung bestimmter Gruppen in ganz Deutschland aufgehoben werden soll. Das Interesse werde erfahrungsgemäß weiterhin erheblich größer sein als die tatsächlich zur Verfügung stehenden Impfstoff­mengen. „Es gibt ein Hase-Igel-Rennen um die Termine in den Praxen“, verdeutlichte Funken.

Das sei nicht nur für die Bürger frustrierend, sondern so würden auch die Beschäftigten in den Praxen und die Ärzte verschlissen. Und auch bei der Impfstrategie komme es zu Verzögerungen. Der Verbandschef kritisierte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), den Stichtag angekündigt zu haben, ohne ent­sprechend viel Impfstoff zu liefern. © dpa/aerzteblatt.de

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