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Ärzteschaft

Herzchirurgen begrüßen Vorschläge für Zweitmeinungs­verfahren

Mittwoch, 2. Juni 2021

/Africa Studio, stock.adobe.com

Berlin – Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) hält Zweitmeinungen für ein wichtiges Instrument für eine bestmögliche, individuelle Patientenversorgung. Die Fachgesell­schaft begrüßt daher die Vorschläge für ein Zweitmeinungsverfahren bei acht planbaren kardiochirur­gischen oder kardiologischen Eingriffen, die das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesund­heitswesen (IQWiG) vorgelegt hat.

„Das Einholen einer Zweitmeinung dient besonders der Patientensicherheit“, sagte der DGTHG-Präsident Andreas Böning.

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Das IQWiG hat für insgesamt 15 elektive Eingriffe ein Zweitmeinungsverfahren vorgeschlagen, acht von ihnen aus der Herzmedizin.

Diese sind: Die Implantation von Defibrillatoren und Herzschrittmachern, elektrophysiologische Untersu­chung und Ablation, Myokardperfusionsbildgebung, perkutane Koronarintervention (PCI), Herzkatheter­untersuchung/ Koronarangiografie, Chirurgie des intakten Aortenaneurysmas, Herzklappenersatz und die Koronararterien-Bypassoperation.

Böning betonte, auch das „shared decision making“ von Patient und Arzt sei bei der medizinischen Ent­scheidung für oder gegen eine invasive Diagnostik oder Therapie wichtig.

„Für unser Fachgebiet gilt, das interdisziplinäre Herzteam konsequenter umzusetzen und gemeinsam mit den Patienten die Behand­lungs­optionen abzuwägen sowie im Konsens die patientenindividuelle Therapie festlegen. Das Patien­ten­mitspracherecht ist unverzichtbarer Aspekt, der wesentlich zum Behandlungserfolg beiträgt“, sagte er. © hil/aerzteblatt.de

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