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Zahl der Coronaneuinfektionen unter 5.000 – Inzidenz gesunken

Donnerstag, 3. Juni 2021

/picture alliance, Sebastian Kahnert

Berlin – 4.640 Coronaneuinfektionen haben die Gesundheitsämter in Deutschland dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages gemeldet. Das geht aus Zahlen von heute Morgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.37 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 6.313 Ansteckun­gen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI heute Morgen mit bundesweit 34,1 an (Vortag: 36,8; Vorwoche: 41).

Deutschlandweit wurden den RKI-Angaben nach binnen 24 Stunden 166 neue Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 269 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Coronapandemie 3.692.468 nach­gewiesene Infektionen mit SARS-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

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Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.518.600 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Betei­ligung einer nachgewiesenen Infektion mit SARS-CoV-2 gestorben sind, wird nun mit 88.940 angegeben.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von gestern Nachmittag bei 0,83 (Vortag: 0,77). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 83 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infek­tionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

Die vor einigen Wochen als besorgniserregend eingestufte Coronavariante Delta (B.1.617.2) spielt in Deutschland nach Daten des RKI weiter eine untergeordnete Rolle. Ihr Anteil an untersuchten Proben aus der Woche vom 17. bis 23. Mai betrug 2,1 Prozent. Das geht aus einem RKI-Bericht vom Mittwoch­abend hervor. In den Wochen zuvor hatte der Anteil leicht, aber beständig zugenommen, auf bis zu 2,4 Prozent.

Die zuerst in Indien festgestellte Mutante hat damit den RKI-Daten zufolge in Deutschland den zweit­größten Anteil, allerdings mit enormem Rückstand: Alpha (B.1.1.7) kommt auf rund 93 Prozent. Diese in Großbritannien entdeckte Variante breitete sich seit Ende 2020 international stark aus. Die weiteren als besorgniserregend eingestuften Varianten Beta (B.1.351) und Gamma (P.1.) wurden in noch geringerer Zahl gefunden.

In Deutschland werden längst nicht alle positiven Proben auf Varianten untersucht. Wie die Autoren schreiben, erlaube es die Verordnung zur molekulargenetischen Coronaüberwachung, dass für bis zu zehn Prozent der wöchentlichen positiven Proben eine Gesamtgenomsequenzierung gemacht und vergütet werden kann, da seit etwa Mitte Mai die Zahl der wöchentlichen Neuinfektionen in Deutschland unter 70.000 Fällen liege.

Damit wolle man sichergehen, dass auch in Phasen niedriger Inzidenz „ein umfassendes Bild“ zu den in Deutschland vorkommenden Varianten für die Analyse und Bewertung der Situation zur Verfügung stehe. In Zeiten mit höheren Fallzahlen sind es laut Verordnung bis zu 5 Prozent der Proben.

Die besorgniserregenden Coronavarianten sind neuerdings nach Buchstaben des griechischen Alphabets benannt. Die neutralen Namen sollen verhindern, dass sie nach den Ländern der Entdeckung benannt werden. „Das ist stigmatisierend und diskriminierend“, hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Montagabend mitgeteilt.

Als besorgniserregend gelten Varianten mit Erbgutveränderungen, die mit bestimmten Eigenschaften wie höherer Übertragbarkeit und einer veränderten Immunantwort im Zusammenhang stehen. Bei der hierzulande vorherrschenden Variante Alpha steckt ein Infizierter im Schnitt mehr Menschen an als bei früheren Virusformen. © dpa/aerzteblatt.de

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