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Ausland

US-Regierung verkündet weitere Anreize für Coronaimpfung

Donnerstag, 3. Juni 2021

US-Präsident Joe Biden und Vizepräsidentin Kamala Harris bei der gestrigen Pressekonferenz. /picture alliance, ASSOCIATED PRESS, Evan Vucci

Washington – Die US-Regierung verstärkt gemeinsam mit Unternehmen die Bemühungen, das nächste Coronaimpfziel von Präsident Joe Biden zu erreichen. Biden kündigte gestern einen „nationalen Aktions­monat“ an, um dafür zu sorgen, dass bis zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli 70 Prozent aller Erwach­senen in den USA mindestens die erste Impfung gegen das Virus erhalten haben. Derzeit gilt das für rund 63 Prozent der Erwachsenen.

Biden warb eindringlich dafür, sich eine Impfung verabreichen zu lassen, um die Angst vor einer Infek­tion loszuwerden. „Überall auf der Welt wünschen sich Menschen verzweifelt eine Impfung, die jeder Amerikaner in einer Drogerie in seiner Nachbarschaft kostenlos und ohne Wartezeit bekommen kann“, sagte der Demokrat. Angesichts der Impffortschritte werde es einen „Sommer der Freiheit“ und „Sommer der Freude“ geben. Biden mahnte aber auch, man müsse dafür sorgen, dass die Infektionszahlen im Herbst nicht erneut steigen, wenn sich die Menschen wieder mehr drinnen aufhalten.

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Die Zahl der täglich verabreichten Impfungen ist in den USA zuletzt deutlich zurückgegangen. Viele Bundesstaaten, Kommunen und Unternehmen bieten bereits Lockmittel, um die Impfquote wieder zu erhöhen – von der Verlosung von Millionengewinnen über Kreuzfahrten bis hin zu Einkaufsgutscheinen und Tickets für Sportveranstaltungen.

Biden kündigte gestern weitere Anreize an, ebenso Schritte, um eine Impfung zu erleichtern. So können beispielsweise Eltern bei mehreren großen Anbietern bis zum 4. Juli kostenlose Kinderbetreuung erhal­ten für die Zeit, in der sie eine Impfung bekommen oder sich von den Nebenwirkungen erholen.

Um mehr Afroamerikaner zu einer Impfung zu bewegen, soll es spezielle Impfangebote in Friseur- und Schönheitssalons geben, die von Schwarzen betrieben werden. Vizepräsidentin Kamala Harris und andere hochrangige Mitglieder der Regierung wollen durchs Land reisen, um für eine Impfung zu werben.

Angesichts der besonders unter Republikanern verbreiteten Impfskepsis sagte der Demokrat Biden über sich und seine Stellvertreterin Harris: „Wir wurden gewählt, um Präsident und Vizepräsidentin aller Ameri­kaner zu sein. Und ich möchte nicht, dass das Land, das schon jetzt zu gespalten ist, auf eine neue Art und Weise gespalten wird – zwischen Orten, an denen die Menschen frei von Angst vor COVID leben, und Orten, an denen mit dem Herbst Tod und schwere Krankheiten zurückkehren werden.“

Biden betonte, eine Impfung habe nichts mit Parteipräferenz zu tun. Die ersten Notfallzulassungen von Impfstoffen seien noch unter seinem republikanischen Amtsvorgänger Donald Trump erfolgt. „Jeder Amerikaner, der älter als zwölf Jahre ist – egal wo Sie leben, was Sie glauben, wen Sie gewählt haben –, hat das Recht, sich impfen zu lassen. Es ist Ihre Wahl.“ © dpa/aerzteblatt.de

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