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Antibiotika­verschreibungen bei Erkältungen auf Rekordtief

Freitag, 4. Juni 2021

/joyfotoliakid, stock.adobe.com

Hamburg – Immer weniger Patienten bekommen bei einer Erkältung ein Antibiotikum verschrieben. Das zeigt der aktuelle Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK). Demnach gingen die Verordnungen in den letzten zehn Jahren um mehr als 60 Prozent zurück.

Laut TK erhielt 2010 noch etwa jeder dritte Versicherte (38,5 Prozent), der wegen einer Erkältung krank­geschrieben war, ein Rezept für Antibiotika. 2020 war das nur noch jeder siebte Versicherte. Im vergan­genen Jahr war der Rückgang im Vergleich zu 2019 noch mal besonders deutlich: von 20,7 Prozent auf 14,3 Prozent.

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„Die Einhaltung der Hygieneregeln hat insgesamt für deutlich weniger Infektionen gesorgt“, sagte Tim Steimle, Leiter des Fachbereichs Arzneimittel bei der TK. Bei dem Rückgang der Verordnungen bei Erkäl­tungen spiele sicher auch eine Rolle, dass weniger Versicherte überhaupt zum Arzt gegangen seien und zum Beispiel die Möglichkeit der telefonischen Krankschreibung genutzt hätten. „Dadurch wurde auch weniger verordnet", so Steimle.

Der TK-Auswertung zufolge wurden insgesamt im „Coronajahr" 2020 deutlich weniger Antibiotika ver­schrie­ben. Die Verordnungen gingen im Vergleich zu 2019 um fast 24 Prozent zurück, auf 2,85 Tagesdosen pro versicherter Erwerbsperson.

Besonders stark waren die Rückgänge zu Beginn der Coronapandemie im April (minus 43,8 Prozent) und im Mai (minus 41,6 Prozent). © hil/sb/aerzteblatt.de

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