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Industrieverband Spectaris fordert bessere Bedingungen für Gesundheits­industrie

Montag, 7. Juni 2021

/.shock, stock.adobe.com

Berlin – Eine Handlungsoffensive in der deutschen Forschungs,- Digital,- Mittelstands- und Industrie­politik fordert der Industrieverband Spectaris in einem neuen Positionspapier zur Bundestagswahl.

„Unsere Hightechbranchen können einen spürbaren Beitrag zum wirtschaftlichen Aufschwung beitragen, doch müssen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Deutschland dazu vom Mittelfeld des internationalen Standortwettbewerbs endlich wieder an die Spitze klettern,“ sagte der Vorsitzende des Verbandes, Josef May.

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Er betonte, die deutschen Hersteller von Optik, Photonik, Analysen-, Bio-, Labortechnik sowie Medizin­technik zählten zu den wichtigsten Säulen des Hightechstandorts Deutschland. Der Verband empfiehlt zunächst eine umfassende Steuerreform hin zu effektiven Steuerbelastungen der Unternehmen von maximal 25 Prozent.

Nötig sei zudem, bürokratische Hürden abzubauen: „Die oft umständlichen bürokratischen Abläufe im Gesundheitssystem während der Pandemiebekämpfung haben drastisch vor Augen geführt, wieviel die deutsche Bürokratie an Zeit und Geld verschlingt“, hieß es aus dem Verband. Spectaris empfiehlt daher eine gesetzliche Bürokratiebremse, die für jedes neue Bundesgesetz die anfallenden Verwaltungskosten an anderer Stelle im gleichen Maße abbaut. „Dies würde einen größer werdenden Flickenteppich an Regularien verhindern und deutsche Unternehmen gezielt entlasten“, so der Vorschlag.

Nötig sei zudem, die digitale Infrastruktur in Deutschland weiter rasch auszubauen und Begutachtungs­prozesse für die industrielle Forschung und Entwicklung zu beschleunigen: „Zwölf Monate von der Antragsstellung bis zum Projektstart sind keine Seltenheit, hier müssen wir erheblich schneller werden, vor allem im direkten Vergleich mit anderen Industrienationen“, betonte der Spectaris-Geschäftsführer Jörg Mayer.

Der Verband empfiehlt zudem, dass die Bundesregierung international engagiert für Freihandel und gegen Protektionismus eintritt. „Unsere Branchen erwirtschaften über zwei Drittel ihres Umsatzes im Ausland. Wir brauchen den Freihandel wie die Luft zum Atmen und gezielte Exportfördermaßnahmen für einen schnellen Aufschwung nach Corona“, sagte May. Er warnte, Regierungen würden nach der Krise alles unternehmen, um die eigene Wirtschaft zu schützen und wieder anzukurbeln – dem müsse die Politik entgegentreten. © hil/aerzteblatt.de

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