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Ärzteschaft

Hausärzteverband bittet Impfwillige nach Aufhebung der Priorisierung um Geduld

Dienstag, 8. Juni 2021

/picture alliance, Moritz Frankenberg

Berlin – Nach dem Wegfall der Priorisierung von einzelnen Bevölkerungsgruppen bei den Corona­impfungen haben Ärzte und Verbände einen eklatanten Impfstoffmangel beklagt. „Auch heute ist die Impfstoffmenge noch immer zu gering für die hohe Nachfrage“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Wenn weniger geliefert als bestellt wurde, müssen wir sogar Termine noch einmal verschieben.“

Weigeldt bat Impfwillige um Geduld. „Die Hausärztinnen und Hausärzte können nur das verimpfen, was da ist“, sagte er. Frust und Enttäuschung über eventuelles Terminchaos seien zwar nachvollziehbar, aber bei den Hausärzten „definitiv an der falschen Adresse“.

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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) kritisierte die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen ins Impfprogramm. „Mit dem Versprechen, dass auch alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren ab heute einen Impftermin bekommen können, hat die Politik falsche Erwartungen geweckt“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende Andreas Gassen dem RND. Es werde ein erweitertes Impfangebot in Aussicht gestellt, für das es aber keinen zusätzlichen Impfstoff gebe.

Seit der Aufhebung der Priorisierung gestern können sich alle hier lebenden Menschen ab zwölf Jahren um einen Impftermin bemühen. Etwas weniger als die Hälfte der Gesamtbevölkerung hat bereits mindestens eine Impfdosis erhalten. Etwa ein Fünftel ist vollständig geimpft.

Gestern startete auch die Impfkampagne in den Betrieben. Die Nachfrage bei den 6.300 teilnehmenden Betriebsärzten sei gewaltig, sagte der Präsident des Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte (VDBW), Wolfgang Panter. Er verwies aber ebenfalls auf die derzeit begrenzten Impfstoffmengen. „Wir müssen bei den Menschen um Geduld bitten“, betonte Panter. © afp/aerzteblatt.de

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