NewsÄrzteschaftGesundheitsberufler plädieren für mehr Klimaschutzmaßnahmen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Ärzteschaft

Gesundheitsberufler plädieren für mehr Klimaschutzmaßnahmen

Dienstag, 8. Juni 2021

/Soonthorn, stock.adobe.com

Berlin – Eine umgehende und stringente Umsetzung weitreichender Klimaschutzmaßnahmen fordert das Aktionsnetzwerk Health for Future. Anlässlich der bevorstehenden Bundestagswahl legte das Netzwerk von Ärztinnen und Ärzten, Pflegefachkräften und Angehörigen anderer Gesundheitsberufe ein entsprechendes Positionspapier vor.

„Die Klimakrise stellt die größte Bedrohung für die menschliche Gesundheit im 21. Jahrhundert dar“, betonte Lisa Pörtner, Internistin und Mitautorin des Papiers. „Wenn die Politik nicht rasch handelt, werden wir auch in Deutschland zunehmend die Folgen der Erderhitzung zu spüren bekommen“.

Anzeige

Hitzebedingte Erkrankungen und Todesfälle würden zunehmen, die Allergiesaison verlängere sich und auch Infektionserkrankungen seien auf dem Vormarsch, so heißt es im Papier. Die Coronapandemie wird dabei als ein Beispiel für die Folgen der Zerstörung natürlicher Lebensräume genannt.

Gefordert wird in dem Positionspapier eine umfassende Transformation hin zu einer klima- und umwelt­freundlichen Wirtschaft- und Lebensweise. Als notwendige Schritte werden unter anderem das Beenden von klimaschädlichen Subventionen, die Erhöhung des CO2-Preises auf ein angemessenes Niveau und Maßnahmen zum Ausgleich sozialer und globaler Ungerechtigkeit genannt.

„Klimafreundliches Verhalten muss durch entsprechende Anreize zur Norm werden“, sagte David Vogel, Pflegefachkraft und Teil des Health for Future Netzwerks. Maßnahmen und Verhaltensweisen für mehr Klima- und Umweltschutz brächten auch gesundheitliche Vorteile mit sich: Beispielsweise eine Verbes­serung der Luftqualität durch die Abkehr von fossilen Energien, oder die Vorbeugung von Zivilisations­erkrankungen durch aktivere Mobilität und den Wechsel zu einer stärker pflanzenbasierten Ernährung.

In dem Papier wird auch auf den hohen ökologischen Fußabdruck des Gesundheitswesens aufmerksam gemacht – dieser verursache 5,2 Prozent der deutschen Treibhausgas-Emissionen. Deshalb seien politische Maßnahmen für die Umsetzung eines klimaneutralen Gesundheitssektors dringend geboten. © aha/aerzteblatt.de

Themen:

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
VG WortLNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER