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Inhalte zu SGLT2-Inhibitoren in der Nationalen Versorgungsleitlinie zur chronischen Herzinsuffizienz überarbeitet

Dienstag, 8. Juni 2021

/magicmine, stock.adobe.com

Berlin – Ein Expertengremium hat zusammen mit Patientenvertretern die Inhalte zu den sogenannten SGLT2-Inhibitoren in der Nationalen Versorgungsleitlinie (NVL) „Chronische Herzinsuffizienz“ überar­beitet. Fachkreise und Interessierte sind eingeladen, ihre Kommentare zu den überarbeiteten Kapiteln bis einschließlich 5. Juli 2021 abzugeben.

SGLT2-Inhibitoren wurden ursprünglich für die Behandlung von Menschen mit Diabetes mellitus entwickelt. In klinischen Studien kam es jedoch auch bei Patienten mit normalem Blutzuckerspiegel zu weniger Kranken­haus­auf­enthalten und weniger Todesfällen aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, zum Beispiel von chronischer Herzinsuffizienz. Diese ist in Deutschland der häufigste Grund für Klinik­ein­weisungen und gehört zu den häufigsten Todesursachen.

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Die NVL Chronische Herzinsuffizienz ist ein Referenzwerk zur Versorgung von Herzinsuffizienzpatienten in Deutschland. Ein multiprofessionell zusammengesetztes Gremium spricht darin Empfehlungen für die Diagnostik und Therapie, aber auch für die Koordination zwischen Haus- und Fachärzten sowie zwischen ambulanter und stationärer Versorgung aus.

Die Leitlinie wird in der Regel alle fünf Jahre aktualisiert. Die Datenlage zu den SGLT2-Inhibitoren hat sich laut den Autoren der Leitlinie aber so rasch geändert, dass sie mit den Aktualisierungen zu diesem Thema nicht bis zur Neuauflage der Leitlinie warten wollten.

Sie haben daher ein sogenanntes „Amendment“ der Leitlinie erstellt. Da die anderen Inhalte der Leitlinie unverändert sind, steht nur dieses Amendment zur öffentlichen Konsultation bereit. „Erstellt nach den methodischen Vorgaben der evidenzbasierten Medizin, beruhen die Empfehlungen auf qualitativ geprüften Studien, kombiniert mit der klinischen Expertise des multidisziplinären Expertengremiums sowie der Sicht von Betroffenen“, hieß es aus der Leitliniengruppe.

Das Programm für Nationale Versorgungsleitlinien tragen Bundes­ärzte­kammer (BÄK), Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und die Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) gemeinsam. Die Redaktion liegt beim Ärztlichen Zentrum für Qualität in der Medizin (ÄZQ). © hil/aerzteblatt.de

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