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Psychische Probleme haben laut OECD in Coronakrise massiv zugenommen

Dienstag, 8. Juni 2021

/anuchit2012, stock.adobe.com

Paris – Psychische Probleme haben in der Coronakrise in vielen Industrieländern massiv zugenommen. Das geht aus einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor, die heute in Paris veröffentlicht wurde. Nicht nur die Furcht vor der Pandemie machte demnach vielen Menschen zu schaffen, sondern auch die Coronamaßnahmen der Regierungen.

In vielen der 38 OECD-Länder hätten die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus offenbar eine „schädliche Wirkung (...) auf die geistige Gesundheit der Bevölkerung“ gehabt, heißt es in dem Bericht zu den sozialen und wirtschaftlichen Folgen psychischer Erkrankungen. Dazu seien Risikofaktoren wie Arbeitslosigkeit oder Armut gekommen.

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„Seit dem Beginn der COVID-19-Krise haben psychische Leiden vor allem bei jungen Menschen stark zugenommen", erklärte die OECD. In einigen Ländern hätten sich Angststörungen und Depressionen sogar verdoppelt.

Nach Angaben der Organisation war dies etwa in stark von der Pandemie betroffenen Ländern wie den USA, Großbritannien, Frankreich oder Belgien der Fall. So klagten etwa in den USA im vergangenen Jahr mehr als 30 Prozent der Menschen über Angstzustände und mehr als 23 Prozent über Depressionen. In Frankreich litten rund 27 Prozent unter Ängstlichkeit und 20 Prozent unter Depressionen. Zu Deutsch­land lagen keine Angaben vor.

Die OECD rief die Mitgliedstaaten auf, sich stärker für die psychische Gesundheit der Bürger einzusetzen. Deutschland gehört laut der Organisation zu den fünf Ländern, in denen nach Angaben der Regierungen zuletzt mehr als zehn Prozent der Gesundheitsausgaben in diesen Bereich flossen. In der Bundesrepublik waren es demnach 11,3 Prozent, Spitzenreiter war Frankreich mit 15 Prozent. © afp/aerzteblatt.de

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