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Politik

Apotheken und Impfzentren starten mit digitalen Impfnachweisen

Dienstag, 8. Juni 2021

/picture alliance, Jens Krick

Berlin – Der Start für den digitalen Coronaimpfpass in Deutschland rückt näher. Ab kommendem Montag (14. Juni) soll man sich in vielen Apotheken den digitalen Nachweis einer vollständigen Impfung nachträglich ausstellen lassen können, wie die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände heute in Berlin mitteilte.

Auch sollen die Bundesländer als Betreiber der Impfzentren schon in dieser Woche die Möglichkeit erhalten, die digitalen Nachweise zu erstellen. In einem Brief an die Bundesländer teilte der zuständige Abteilungsleiter für Digitalisierung im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium, Gottfried Ludewig, mit, dass das beauftragte Unternehmen IBM den „Impfzertifikatsservice voraussichtlich ab dem 9. Juni 2021 – spätestens im Verlauf dieser Woche – in der Wirkbetriebsumgebung zur Verfügung“ stellen wird.

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„Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie diesen Rollout möglichst zeitnah umsetzen könnten“, heißt es in dem Schreiben, das dem Deutschen Ärzteblatt vorliegt. Neben den Impfzentren können auch die Bundesländer oder die beauftragten Dienstleister den Versand per Post für vollständig Geimpfte vorbereiten, heißt es weiter in dem Schreiben.

Ludewig weist aber auch darauf hin, dass das Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium den postalischen Versand mit dem Bundesdatenschutzbeauftragten (BfDI) abgestimmt hat. Andere technische Lösungen wie Portallösungen „wurden von unserer Seite nicht mit dem BfDI abgestimmt und sind damit eigenständig mit den zuständigen Behörden der jeweiligen Bundesländer abzustimmen.“

Wann genau die dazugehörige CovPass-App nun an den Start gehen kann, darüber konnte Ludewig noch nicht informieren. Ein „exakter“ Zeitpunkt könne noch nicht kommuniziert werden.

Die freiwillige Anwendung „CovPass“ soll demnächst in den gängigen App-Stores für Smartphones zur Verfügung stehen.

Die EU-Länder und das EU-Parlament hatten sich kürzlich auf Details eines europaweiten Zertifikats geeinigt, mit dem man Impfungen, Tests und überstandene COVID-19-Erkrankungen nachweisen kann. Dies soll auch Reisen erleichtern. Dabei geht es um eine Ergänzung des weiter verwendbaren gelben Impfheftes.

Den digitalen Nachweis soll man sich künftig direkt in Praxen oder Impfzentren erstellen lassen und dann per Smartphone nutzen können. Auch nachträgliche Ausstellungen sollen möglich sein – etwa bei Ärzten und Apotheken. Vor dem bundesweiten Start war ein Testlauf in ausgewählten Impfzentren begonnen worden. © bee/dpa/aerzteblatt.de

Kommentare

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Avatar #716937
tagesrandzeit
am Mittwoch, 9. Juni 2021, 17:18

schwachsinn

warum hat nicht einfach jeder, der die 2. impfung erhält, einen qr mitbekommen?! den er später selbst scannt. wäre sicherer als die jetzige methode
Avatar #88767
fjmvw
am Dienstag, 8. Juni 2021, 18:35

Wollen Ärzte und Apotheker mit einem Bein in den Knast?

Wenn jemand einen (beliebigen) Papierwisch, der nicht ansatzweise standardisiert ist und keinerlei Sicherheitsmerkmale aufweist, "prüft" und anschließend daraus ein fälschungssicheres Dokument (QR-Code) macht, ist das eine heiße Nummer. Wofür haftet der ausstellende Arzt oder Apotheker, wenn sich ex post herausstellt, dass der Patient nie geimpft wurde?

Als in betrügerischer Absicht handelnder Patient würde ich, hätte ich erst einmal den echten QR-Code bekommen, alle anderen Unterlagen vernichten. Vor Gericht werden all die Aussteller, die eine echte Impfbescheinigung auf Basis von falschen/gefälschten Unterlagen erstellen, ein Problem bekommen.

Oder habe ich was übersehen?
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