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Industrieverbände fordern bessere Rahmenbedingungen für die Medizintechnik

Mittwoch, 9. Juni 2021

/Damian, stock.adobe.com

Berlin – Die drei Medizintechnik-Branchenverbände BVMed – Bundesverband Medizintechnologie, Spectaris und ZVEI – Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie fordern in einem gemeinsamen Positionspapier bessere Rahmenbedingungen für die Medizintechnik-Industrie in Deutschland.

Sie benennen dazu in ihrem „Zielbild Medizintechnik 2025“ fünf Handlungsfelder. Besonders wichtig ist den Verbänden ein ressortübergreifender und strategischer „MedTech-Dialog“, um gesundheits-, wirtschafts- und forschungspolitische Aspekte gemeinsam zu berücksichtigen.

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„Getrennte Ressortzuständigkeiten für Gesundheit, Forschung und Wirtschaft verhindern bislang eine politische Gesamtstrategie für die Medizintechnik. Ihre komplexen Belange in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Regulierung, Produktion und Marktzugang gehen dabei zu oft unter“, kritisieren sie. Notwendig sei aber eine koordinierte industriepolitische Unterstützung der Branche, um strukturelle Reformen anzupacken.

Das zweite Handlungsfeld bezieht sich auf die Versorgung mit Medizinprodukten auch in Krisenlagen. „Es ist auch sichtbar geworden, dass gerade in Krisenlagen von nationaler Tragweite die Koordinierung zwischen allen Beteiligten verbessert werden muss, sei es, um Lieferketten für essentielle Produkte intakt zu halten, akute Bedarfe mit Produktions- und Lieferkapazitäten zusammen zu bringen oder einfach um Schutzausrüstungen besser zu verteilen

Für künftige Krisen müssen deshalb die Kompetenzen der unterschiedlichen Beteiligten – Bund, Länder, Kommunen und Versorgungssektoren – erfasst und in einem leistungsfähigen System koordiniert werden“, fordern die Verbände.

Sie mahnen drittens an, die Entwicklung und Fertigung der Medizintechnik in Deutschland und Europa zu stärken. „Es sollten die Möglichkeiten zur Zusammenarbeit zwischen Herstellern und klinischen Einrichtungen verbessert werden, um gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte zu ermög­lichen und die wissenschaftliche klinische Bewertung neuer Produkte zu unterstützen“, heißt es in dem Papier.

Die Verbände fordern zudem, die Methodenbewertung und den Zugang zur Regelversorgung für medi­zintechnische Produkte zu reformieren und – fünftens – die Medizintechnik-Branche bei regulatorischen Herausforderungen wirkungsvoller zu unterstützen.

„Bei der Umsetzung der europäischen Medizin­produkte­verordnung (MDR) muss unbedingt erreicht werden, dass berechtigte Anforderungen an die Qualität und Sicherheit der Medizintechnik nicht zu einer Überregulierung führen, welche die Innovationsfähigkeit der Medizintechnikbranche in Deutsch­land und Europa dauerhaft untergräbt“, fordern die Verbände. © hil/aerzteblatt.de

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