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Medizin

Das Gehirn merkt sich Gesichter nach persönlichem Kontakt besser

Donnerstag, 22. Juli 2021

Modell eines menschlichen Gehirns, im Hintergund eine Versuchsperson mit EEG-Elektroden-Kappe./ Jens Meyer/Uni Jena

Jena – Nach einer Begegnung von Angesicht zu Angesicht merkt sich das menschliche Gehirn Gesichter messbar besser als nach dem Betrachten von Fotos oder Videos. Das berichten Neurowissenschaftler um Gyula Kovács und Géza Gergely Ambrus von der Universität Jena im Journal of Neuroscience (2021; DOI: 10.1523/JNEUROSCI.2466-20.2021).

„Trotz intensiver Forschungsarbeit wissen wir immer noch wenig darüber, wie sich die neuronalen Repräsentationen im Gehirn entwickeln, wenn uns jemand vertraut wird“, erläutert Kovács. Die Forscher haben für ihre Studie Probanden in 3 Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe bekam Fotos von Prominenten gezeigt, die sie nicht kannten. Die 2. Gruppe musste sich eine Fernsehsendung mit unbekannten Schauspielern ansehen. Eine 3. Gruppe unterhielt sich mit zwei Labormitgliedern persönlich.

Danach zeichneten die Forscher die Gehirnaktivität der Probanden mittels Elektroencephalogramm (EEG) auf, während sie Fotos der Prominenten, der Schauspieler in der Sendung oder der Labormit­glieder betrachteten.

Bereits nach rund 400 Millisekunden zeigen sich über den rechten temporalen Kortex messbare Gehirnaktivitäten. Dies ist laut den Forschenden ein Zeichen dafür, dass die Probanden Gesichter als bekannt wahrgenommen haben.

Der Ausschlag des EEG-Signals war jedoch abhängig davon, auf welche Weise die Probanden die Gesichter wahrgenommen hatten. Er war nach dem persönlichen Kontakt besonders stark, schwächer nach der Fernsehsendung und nicht sichtbar nach dem Betrachten von Fotos.

„Wenn wir das Gesicht einer Person sehen, wissen wir oft sofort, ob wir sie schon einmal gesehen haben oder nicht. Unsere Experimente zeigen, dass sich dieses Gefühl der Vertrautheit besonders stark und dauerhaft nach einer persönlichen Begegnung einprägt“, so Kovács. „Wollen wir einander wirklich kennenlernen, müssen wir uns persönlich treffen“, laut das Fazit der Arbeitsgruppe. © hil/aerzteblatt.de

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Avatar #748578
Ferdinand Wolfbeißer
am Donnerstag, 22. Juli 2021, 18:08

Zitat aus dem obigen Inhalt:

»Nach einer Begegnung von Angesicht zu Angesicht merkt sich das menschliche Gehirn Gesichter messbar besser als nach dem Betrachten von Fotos oder Videos«. Für mich ist das nicht überraschend.
Weiteres Zitat aus dem obigen Inhalt: „Trotz intensiver Forschungsarbeit wissen wir immer noch wenig darüber, wie sich die neuronalen Repräsentationen im Gehirn entwickeln, wenn uns jemand vertraut wird“ Das ist ebenfalls nicht überraschend und zwar insofern, als sich die Forschung nicht von der Vorstellung trennen möchte, dass das Gehirn der Ursprung von Gedanken sei. Sehen Sie http://0-niedermayer.at/DerGeist.htm
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