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Apothekerverband fordert höhere Vergütung für Impfstofflieferungen

Donnerstag, 10. Juni 2021

/Feydzhet Shabanov, stock.adobe.com

Berlin – Der Deutsche Apothekerverband (DAV) hat höhere Vergütungen für Impfstofflieferungen an Privat-, Betriebs-, und Kassenärzte gefordert. „Der Aufwand, der in den Apotheken betrieben werden muss, um eine in einer derartigen Mangelsituation im Wesentlichen reibungslose Lieferung zu gewährleisten, ist enorm“, sagte heute der DAV-Vorsitzende, Thomas Dittrich.

„Eine Entspannung der Situation ist nicht in Sicht, die schwierige Versorgungssituation wird noch eine ganze Weile bestehen bleiben“, so Dittrich. Derzeit erhielten Apotheker pro abgegebenem Impfstoff­fläschchen 6,58 Euro. Das seit „weit entfernt von den tatsächlich in den Apotheken anfallenden Kosten“.

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Die Politik sei aufgefordert, „Anpassungen der Vergütung vorzunehmen, um den Kolleginnen und Kollegen vor Ort eine kostendeckende Lieferung der Coronaimpfstoffe an die Ärzte zu ermöglichen“, sagte Dittrich.

Zwar betonte Dittrich, dass die Apotheken in der Coronakrise wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen getreten seien. Mit Blick auf die Zahlen setze sich indes der jahrelange Trend auch im laufenden Jahr fort: Die Zahl der öffentlichen Apotheken in Deutschland sei im ersten Quartal weiter zurückgegangen.

Insgesamt zählte die Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) in den ersten drei Monaten dieses Jahres rund 18.670 Filialen und Einzelapotheken. Das waren 82 Apotheken weniger als Ende 2020. Während 103 Einrichtungen schließen mussten, wurden lediglich 21 neu eröffnet.

Trotz allem haben die Apotheker in Deutschland im vergangenen Jahr einen Rekordumsatz von 56,71 Milliarden Euro verbuchen können, wie die ABDA heute mitteilte. Das waren mehr als 2 Milliarden Euro mehr als im Jahr davor. Das habe zum einen mit dem Verkauf von Coronaprodukten wie Masken, Tests und Desinfektionsmittel zu tun, sagte Claudia Korf, ABDA-Geschäftsführerin für den Bereich Ökonomie. Es spielten aber auch Vorzieheffekte eine Rolle, weil viele Verbraucher zu Beginn der Krise Medikamente horteten.

Kritik an einer üppigen Vergütung seitens des Bundes für den Verkauf von Schutzmasken wies Korf erneut zurück. „Das ist Unsinn“, sagte sie. „Es gab genau vier Wochen, in denen die Regierung eine Möglichkeit gesucht hat, diese Masken an die Bevölkerung zu verteilen.“ Einzig die Apotheken seien dazu in der Lage gewesen, „aus dem Nichts“ Strukturen aufzubauen und den Einkauf zu organisieren. © dpa/aerzteblatt.de

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