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Medizin

USA: Mortalität der weißen jüngeren Landbevölkerung gestiegen

Montag, 26. Juli 2021

/picture alliance, David Goldman

Boston – Während die Mortalität der urbanen Bevölkerung in den USA in den vergangenen 20 Jahren gesunken und die Lebenserwartung damit gestiegen ist, hat eine Gruppe offenbar den Anschluss verlo­ren.

Bei weißen männlichen Amerikanern aus ländlichen Regionen im erwerbsfähigen Alter ist es laut einer Studie im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2021; DOI: 10.1001/jama.2021.5334) zu einem Anstieg der Sterblichkeit gekommen. Die Kluft zu städtischen Gebieten hat sich in den letzten 2 Jahrzehnten fast verdreifacht.

Trotz der Berichte über Kriminalität, Armut und Umweltprobleme war die Mortalität in den Großstädten bereits 1999 niedriger als in ländlichen Regionen. Auf 100.000 Einwohner kamen im Jahr 861,5 Todesfälle.

In den ländlichen Regionen waren es 923,8 und damit 62,3 mehr. Im Jahr 2019 war die Mortalität in den Metropolregionen auf 664,5/100.000 gesunken. In den ländlichen Regionen waren es 834/100.00. Die Differenz lag jetzt bei 169,5/100.000 und war damit 3-mal so hoch wie vor 10 Jahren.

Die Opioidkrise, die durch die leichtfertige Verordnung von Schmerzmitteln durch Ärzte und Zahnärzte ausgelöst wurde, ist nach Ansicht von Haider Warraich vom Brigham and Women’s Hospital in Boston nur eine Erklärung.

Hinzu komme ein Anstieg der „Diseases of despair“, eine Kombination aus Alkoholexzessen, Suiziden und einer ungesunden Lebensführung mit Rauchen, Ernährungsfehlern, Bewegungsmangel und Übergewicht, die das Leben verkürzt.

Besonders betroffen ist offenbar die jüngere weiße Landbevölkerung. In dieser Gruppe ist es in den ver­gangenen Jahren sogar zu einem Anstieg der Mortalität gekommen, die zu einem Rückgang der Lebens­er­wartung führt.

Die Gesundheitskrise in dieser Gruppe wird laut Warraich noch dadurch verschärft, dass vor allem in ländlichen Regionen in den letzten Jahren zahlreiche Kliniken aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen wurden. © rme/aerzteblatt.de

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