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Politik

Kommunen fordern rasch Konzept für Großveranstaltungen

Freitag, 11. Juni 2021

/Augustas Cetkauskas, stock.adobe.com

Berlin – Kommunen haben enttäuscht darauf reagiert, dass sich die Ministerpräsidentenkonferenz nicht auf einheitliche Coronaregeln für Großveranstaltungen verständigen konnte. Sollten sich Infektions­geschehen und Impfkampagne weiter so positiv entwickeln, müssten auch bei den Veranstaltungen möglichst rasch klare Öffnungsperspektiven aufgezeigt werden, unter Beachtung klarer Hygiene­konzepte, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Gerd Landsberg, der Rheinischen Post (heute).

Hier müssten die Bundesländer bald zu einer möglichst einheitlichen Linie kommen. „Andernfalls kommt es zu einem Flickenteppich, der den Menschen vor Ort in den Kommunen nicht mehr zu erklären ist“, warnte Landsberg.

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Die Ministerpräsidenten hatten das Thema gestern einer Arbeitsgruppe auf Ebene der Staatskanzleichefs übertragen. Für Großveranstaltungen mit Tausenden Menschen sei es noch zu früh, hatten Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz ist, erklärt. Es sei aber die richtige Zeit, dafür ein Konzept zu entwickeln, sagte Müller.

Der Präsident des deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, dämpfte ebenfalls Erwartungen an baldige Großveranstaltungen. Musikfestivals wie Rock am Ring, Southside oder Rock im Park mit jeweils über 60.000 Besuchern zu ermöglichen, „können wir uns jedenfalls in nächster Zeit nicht vorstellen“, sagte Sager den Zeitungen der Funke Mediengruppe (heute).

Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch wertete die Ministerpräsidentenrunde als „Bremsklotz auf dem Weg in die Normalität“. Für die Veranstaltungsbranche sei es eine „große Enttäuschung“. Die Menschen bräuchten Fahrplan und Perspektiven über den Sommer hinaus. Zum Abschluss der Impfkampagne müssten die Grundrechte wieder „komplett“ hergestellt sein, forderte Bartsch in den Funke-Zeitungen. © dpa/aerzteblatt.de

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