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Medizin

Fortgeschrittenes Ovarialkarzinom: Erhaltungstherapie bietet Vorteile für HRD+-Patientinnen unabhängig vom FIGO-Tumorstatus

Montag, 14. Juni 2021

/medistock, stock.adobe.com

Alexandria – PARP-Inhibitoren, wie Olaparib sind eine etablierte Option bei primären als auch rezidivierenden Ovarialkarzinom und zwar unabhängig vom Verabreichungsregimen und BRCA-Mutationsstatus der Patientinnen.

Bisherige Studien bei fortgeschrittenem hochgradigem Ovarialkarzinom zeigten, dass eine zusätzliche Einnahme von Olaparib zu Bevacizumab mit einem signifikanten Vorteil bezüglich des progressions­freien Überlebens bei Patientinnen unabhängig BRCA-Mutations-Status assoziiert ist. Außerdem profitieren Patientinnen mit positiver Homologer Rekombinations-Defizienz (HRD+). (NEJM 2019; DOI: 10.1056/NEJMoa1911361, Phase-III-Studie PAOLA-1).

Zum ASCO ergänzten Pautier et al. (JCO 2021; DOI: 10.1200/JCO.2021.39.15_suppl.5514) vertiefende Effektivitäts-Analysen mit Fokus auf die Subgruppe der HDR+-Patientinnen getrennt nach FIGO-Stadien III und IV in der Erhaltungstherapie mit Olaparib plus Bevacizumab. In der Studienpopulation (n=806) waren 48% HRD+, davon wiesen nach FIGO-Tumorklassifikation 70% ein Stadium III und 30% ein Stadium IV auf. Jeweils etwa die Hälfte der Patientinnen mit HRD+ im Stadium III und Stadium IV wiesen Tumormutationen (56% und 53%) in BRCA1 beziehungsweise BRCA2 auf.

Nach einer medianen Nachbeobachtungszeit von 36 Monaten lag die Rate für das progressionsfreie Überleben (PFS) bei HRD+-Patientinnen im Stadium III bei 74 % versus 60 % (Olaparib + Bevacizumab vs. Placebo + Bevacizumab). Bei Patientinnen mit HRD+ im Stadium IV lag das PFS jeweils bei 53 % und 30 %. Die Studienautoren schlussfolgern daraus, dass eine Erhaltungstherapie mit Olaparib + Bevacizumab einen erheblichen Vorteil für HRD+-Patientinnen unabhängig vom FIGO-Tumorstatus bieten kann.

Eine schwerwiegende Nebenwirkung, die unter Olaparib plus Bevacizumab häufiger auftrat als unter Placebo plus Bevacizumab, war Anämie. Unerwünschte Ereignisse wurden in der Regel durch Dosisanpassungen adressiert. Die häufigsten Nebenwirkungen, die zum Absetzen von Olaparib führten, waren Anämie und Übelkeit.

Weitere Analysen unter Berücksichtigung des jeweiligen Operationsstatus der Patientinnen ergaben, dass das beste Ansprechen mit einem 36-Monats-PFS von mehr als 90 %. Bei Tumor-Stadium III HDR+-Patientinnen erreicht wurde, die von einer vollständigen Resektion des Tumors im Vorfeld der Erhaltungstherapie profitierten. Dagegen lag das 36-Monats-PFS Bei Risiko-Patientinnen (HRD+-Stadium-III) mit Resterkrankung nach Voroperation oder neoadjuvanter Chemotherapie sowie bei Patientinnen im HRD+-Stadium-IV nur bei 57 %. © CW/aerzteblatt.de

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