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Coronaimpfung laut Zi-Analyse für rund elf Prozent der Jugendlichen empfohlen

Freitag, 11. Juni 2021

/yanadjan, stock.adobe.com

Berlin – Etwa 11 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die zwischen 12 und 17 Jahre alt sind, fallen unter mindestens eines der STIKO-Risikomerkmale für Coronaimpfungen. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung (Zi).

Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut (RKI) hat gestern seine Empfehlungen zu Schutzimpfungen von 12- bis 17-Jährigen gegen das COVID-19-Virus veröffentlicht. Die STIKO empfiehlt, lediglich jene Kinder und Jugendliche aus dieser Altersgruppe impfen zu lassen, die eine besondere Vorerkrankung aufweisen. Die Empfehlung umfasst insgesamt 12 Erkrankungsentitäten beziehungsweise Erkrankungsgruppen. Dazu zählen unter anderen Adipositas, Diabetes, Herzinsuffizienz, Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen und Trisomie 21.

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Laut Zi-Analyse fallen 452.000 Kinder und Jugendliche unter die STIKO-Risikomerkmale – knapp die Hälfte dieser 12- bis 17-Jährigen (45 Prozent) leidet unter Asthma.

Die regionale Spannbreite der spezifischen Impfindikationen reicht von 9,5 Prozent in Baden-Württemberg bis 13,8 Prozent in Mecklenburg-Vorpommern. Bei gesetzlich Versicherten ergeben sich bundesweit etwa 402.000 Impflinge. 45 Prozent davon sind Kinder und Jugendliche, die unter asthmatischen Erkrankungen leiden. Unter Berücksichtigung der Privatversicherten sind bundesweit etwa 452.000 potenzielle Impflinge betroffen.

„Unsere Auswertung gibt eine Orientierung, wo besonders viele Kinder- und Jugendliche unter die Empfehlung der STIKO fallen. Die Indikationsimpfungen für Kinder und Jugendliche mit bestimmten Vorerkrankungen sollten in den Praxen der Kinder- und Jugendärzte vorgenommen werden können. Hier gehören die Impfungen hin; die Praxen kennen ihre Patientinnen und Patienten am besten“, sagte der Zi-Vorstandsvorsitzende Dominik von Stillfried.

Eine Voraussetzung für ein zügiges Impfen dieser schutzbedürftigen Personengruppe sei allerdings die regelmäßige, planbare Belieferung der Praxen mit Impfstoff, betonte von Stillfried. © EB/aha/aerzteblatt.de

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