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Digitale Möglichkeiten der Gesundheits­versorgung werden im Nordschwarzwald erprobt

Montag, 14. Juni 2021

/stock.adobe.com, Monet

Mannheim/Heidelberg – Neue digitale Möglichkeiten sollen die Gesundheitsversorgung von Menschen im ländlichen Raum verbessern und eine patientenzentrierte, sektorenübergreifende medizinische Versorgung ermöglichen.

Wie dies aussehen könnte, erproben verschiedene Partner ab diesem Sommer in einer Modellregion im Nordschwarzwald: von Altensteig über Ebhausen bis Wildberg. Ansätze, die sich dort als erfolgreich erweisen, sollen später auf andere Regionen übertragen werden. Koordiniert wird das Projekt namens „LeMeDaRT“ von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.

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Die Abkürzung steht für „Lean medical data: the right data at the right time”. Im Rahmen des Projektes soll ein enges Netzwerk zwischen niedergelassenen Ärzten, Medizinischen Versorgungszentren und Universitätsklinika sowie nicht-ärztlichen Professionen der Gesundheitsversorgung entstehen, das „the right data at the right time“ gewährleisten soll.

„Patienten wünschen sich bei ihren gesundheitlichen Problemen eine persönliche Ansprache, gerade auf dem Land ist der Weg zur nächsten Arztpraxis aber oft weit. Digitalisierung kann dabei helfen, Menschen zu verbinden – und damit die medizinische Versorgung zu verbessern“, erläutert Thomas Ganslandt, der den Verbund koordiniert. Der Medizininformatiker leitet am Zentrum für Präventivmedizin und Digitale Gesundheit (CPD-BW) der Medizinischen Fakultät Mannheim die Abteilung für Biomedizinische Informatik.

Die Verbundpartner von LeMeDaRT werden zunächst drei konkrete Anwendungsfälle untersuchen: Bei der „Vorbereitung und postoperativen Begleitung von Krebspatienten“ geht es um eine engere Verzah­nung der ambulanten und stationären Versorgung, bei der „Infektionsüberwachung“ darum, auf der Basis einer Risikoabschätzung eine Entscheidungshilfe im Pandemiefall zu entwickeln, und bei der „Prävention und frühen Intervention bei Lebererkrankungen“ soll die Prävention durch gezielte, digital gestützte Vernetzung von Gesundheitsteams, Hausärzten und Fachärzten optimiert werden.

LeMeDaRT ist einer von sechs „Digitalen FortschrittsHubs Gesundheit“, für die das Bundesministerium für Bildung und Forschung bis 2025 insgesamt rund 50 Millionen Euro bereitstellt. Die Fortschritts-Hubs sind ein Modul des sogenannten Förderkonzepts Medizininformatik. © hil/aerzteblatt.de

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