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Medizin

Metastasiertes Melanom bei besonderen Subgruppen Triple-Therapie zeigt hohes Ansprechen

Dienstag, 15. Juni 2021

/7activestudio, stock.adobe.com

Alexandria – Zielgerichtete Therapien (BRAF plus MEK-Hemmung) und Immuntherapien haben das Überleben von Patienten mit BRAFV600-mutiertem metastasierten Melanom (Stadium IV) verbessert. Es besteht jedoch weiterhin ein hoher Therapiebedarf, da ein Großteil der Patienten trotzdem fortschreitet, insbesondere auch PD1-refraktäre Patienten und Patienten mit Gehirnmetastasen.

Vor diesem Hintergrund präsentierten Burton M et al. (JCO 2021; DOI: 10.1200/JCO.2021.39.15_suppl.9520) erste Ergebnisse aus einer Phase-II-Studie zur Triplet-Kombination aus Nivolumab (N) mit Dabrafenib (D) und Trametinib (T) (TRIDeNT) bei Patienten (PD-1-naiv oder refraktär) BRAF-mutiertem metastasiertem Melanom (MM) mit oder ohne aktive Hirnmetastasen.

In dieser einarmigen Studie (NCT02910700) wurden 27 Patienten mit BRAF-mutiertem, nicht resezierbarem metastasierten Melanom (Stadium III oder IV) eingeschlossen, die zum Teil mit einer Immuntherapie (17 Patienten waren PD-1-refraktär), jedoch nicht eine vorherige zielgerichtete Therapie mit BRAF bzw. MEK-Inhibitoren, vorbehandelt waren.

Außerdem wurden Patienten mit unbehandelten Gehirnmetastasen und asymptomatischen oder leicht symptomatischen, die eine Therapie mit Steroiden erfordernden, zugelassen (n=10). Die Patienten erhielten N (3 mg/kg i.v.; Q2W, später geändert in 480 mg i.v. Q4W), D (150 mg p.o. BID.) und T (2 mg p.o. QD).

Die mediane Nachbeobachtungszeit betrug 18,4 Monate (3,2–45,9). Die objektive Ansprechrate (ORR) betrug 92 %. PD1-refraktäre Patienten (n=16) erreichten ein ORR von 88 %. 4 von 7 Patienten mit Gehirnmetastasen erreichten ein intrakranielles Ansprechen (57 %), darunter 2 Mal ein vollständiges Ansprechen (CR).

Das mediane progressionsfreie Überleben (PFS) betrug in der Gesamtkohorte 8,5 Monate (8,5 Monate bei PD1-naiven Patienten, 8,2 Monate bei PD1-refraktären Patienten). Das mediane PFS für Patienten ohne Gehirnmetastasen betrug 8,5 Monate, für Patienten mit Gehirnmetastasen 8,0 Monate. Das mediane Gesamtüberleben (OS) wurde nicht erreicht. Es wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede im OS in Bezug auf PD1-Exposition oder Vorhandensein von Gehirnmetastasen verzeichnet.

Bei 78 % der Patienten traten behandlungsbedingte Nebenwirkungen (Grad 3 oder 4, z.B. reduzierte Lymphozyten und Neutrophile, Aspartat-Aminotransferase-Erhöhung, Fieber) auf und 22 % der Patienten brachen das Triple-Therapieregimen aufgrund von Toxizität ab.

Die Kombination aus N + D + T zeigt eine vielversprechende Wirksamkeit auch bei herausfordernden Kohorten, wie PD1-refraktäre Patienten und Patienten mit Gehirnmetastasen. Das beobachtete Toxizitätsprofil stimmt mit früher berichteten Triplett-Kombinationen überein. Diese Ergebnisse regen zu weiteren Analysen der zugrunde liegenden Wirkmechanismen und Wirksamkeit der Triplet-Kombination bei Patienten mit BRAFV600-mutiertem metastasierten Melanom an. © cw/aerzteblatt.de

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