NewsVermischtesBMC für mehr Ökonomie im Gesundheitswesen
Als E-Mail versenden...
Auf facebook teilen...
Twittern...
Drucken...

Vermischtes

BMC für mehr Ökonomie im Gesundheitswesen

Montag, 14. Juni 2021

/j-mel, stock.adobe.com

Berlin – Der Bundesverband Managed Care (BMC) ruft in einem Strategiepapier zu mehr Ökonomie im Gesundheitswesen auf. „Ökonomie wird nicht nur im Gesundheitswesen häufig als Öko­nomi­sierung missverstanden und verteufelt. Sinnvoll ausgerichtet kann Ökonomie aber wichtige Anreize für eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung liefern“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Verbandes, Volker Amelung.

Ökonomische Ansätze seien richtungsweisend bei der Bewältigung der aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen. Sie ermöglichten es, den Interessen von Patienten sowie der Beschäftigten besser gerecht zu werden, hieß es aus BMC.

Anzeige

„Notwendige Debatten um den Einsatz von Ressourcen, seien es Personal oder Finanzmittel, sind im deutschen Gesundheitswesen meist geprägt durch einen Wettbewerb um Besitzstände und Erlöserwartungen, oft nicht um bessere Gesundheitsversorgung. Diese Haltung trägt dazu bei, dass eine Weiterentwicklung der Qualität unseres Gesundheitswesens blockiert wird“, heißt es in dem Papier.

Die Autoren formulieren drei Thesen für ein leistungsfähigeres Gesundheitswesen: „Messen, Vergleichen und Nutzen von Daten fördert die Qualität“, lautet die erste These. Der BMC rät dazu, Daten aus verschiedenen Lebensbereichen zur erheben, zusammenzuführen, zu analysieren und daraus entsprechende Angebote abzuleiten. „Gravierende Wissenslücken zu Versorgungsstrukturen und -prozessen sowie zu Behandlungsergebnissen stehen der Qualitätsorientierung diametral gegenüber.

Nur durch umfassende Transparenz kann der Zugang zur passenden Versorgung eröffnet werden. Bei entsprechender Aufbereitung der Daten kann dies auch die Nutzer bei der Wahl der Leistungserbringer unterstützen und maßgeblich zu einer Stärkung der Gesundheitskompetenz beitragen“, heißt es in dem Papier.

„Innovationen brauchen Handlungsspielräume und Leitplanken“, lautet die zweite These. „Innovatives Handeln und Investitionen müssen belohnt, nicht mit überbordender Bürokratie bestraft werden“, betonen die Autoren.

„Veränderungen müssen vom Menschen her gedacht werden“, fordert der BMC in der dritten These. „Qualität spielt im Gesundheitswesen im Gegensatz zu Volumen eine untergeordnete Rolle. Erst durch qualitäts- und ergebnisorientierte Vergütungen (Pay for Performance im Sinne einer outcome-orientierten Vergütung) wird ein an Werten und Zielen orientierter Wettbewerb mittels Benchmarking möglich“, so die Autoren. © hil/aerzteblatt.de

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

LNS
LNS

Fachgebiet

Stellenangebote

    Weitere...

    Aktuelle Kommentare

    Archiv

    NEWSLETTER