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Medizin

Der Nutzen von Online-Therapien bei posttraumatischen Belastungsstörungen

Dienstag, 27. Juli 2021

/Chinnapong, stock.adobe.com

York – Internetbasierte kognitive und Verhaltenstherapien (I-C/BT) werden mittlerweile routinemäßig zur Behandlung von Depressionen und Angstzuständen eingesetzt. Zum Nutzen der I-C/BT bei posttraumati­schen Belastungsstörungen (PTBS) gibt es laut einer Analyse der Cochrane Common Mental Disorders Group im Augenblick hingegen nur wenige Studien, aber die Forschung werde umfangreicher und die Evidenz für ihre Wirksamkeit wachse.

Die PTBS ist eine häufige psychische Erkrankung, die nach einem schweren traumatischen Ereignis auf­treten kann. Zu den Symptomen gehören unter anderem das Wiedererleben des Traumas in Form von Alb­träumen, Rückblenden und beunruhigenden Gedanken, das Vermeiden von Erinnerungen an das traumatische Ereignis und negative Veränderungen der Gedanken und der Stimmung.

Die Cochrane-Wissenschaftler suchten nach randomisierten kontrollierten Studien, die I-C/BT für Er­wachsene mit PTBS untersuchten und zwischen 1970 und Juni 2020 veröffentlicht wurden. Sie schlossen 13 Studien mit 808 Teilnehmern ein.

Zehn Studien fanden laut den Cochrane-Wissenschaftlern, dass I-C/BT effektiver war als keine Therapie, um die PTBS zu reduzieren. Allerdings war die Sicherheit der Evidenz sehr gering.

Zwei Studien fanden keinen Unterschied zwischen I-C/BT und einer anderen Art von psychologischen Therapie, die online durchgeführt wurde. „Wir fanden zudem keine Studien, die standardisierte oder validierte Maße der Akzeptanz verwendeten, um uns zu sagen, ob Personen, die I-C/BT erhielten, diese als eine akzeptable Behandlung empfanden“, berichten die Autoren des Reviews.

„Die aktuelle Evidenzbasis wächst, ist aber immer noch klein. Es werden mehr Studien benötigt, um zu entscheiden, ob I-C/BT routinemäßig zur Behandlung von PTBS eingesetzt werden sollte“, lautet das Fazit der Studiengruppe. © hil/aerzteblatt.de

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