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Ärzteschaft

Spenden für Ärzte ohne Grenzen auf Rekordniveau

Dienstag, 15. Juni 2021

/Casimiro, stock.adobe.com

Berlin – Das Hilfswerk Ärzte ohne Grenzen hat im vergangenen Jahr in Deutschland 221,8 Millionen Euro an Spenden erhalten. Die Einnahmen des internationalen Netzwerks lagen bei insgesamt 1,9 Milliarden Euro. Das geht aus dem neuen Jahresbericht des Hilfswerkes hervor.

Zum Vergleich: Im Jahr 2012 erhielt die deutsche Sektion von Ärzte ohne Grenzen rund 70 Millionen Euro Spenden. Seither ist diese Summe jedes Jahr gestiegen. „Für diese großartige Unterstützung in diesem schwierigen Jahr sind wir besonders dankbar. Zugleich hat die Pandemie deutlich gemacht, wie ungleich der Zugang zu Medikamenten und Impfstoffen weltweit noch immer ist. COVID-19 muss deshalb ein Weckruf sein, Gesundheit globaler und solidarischer zu denken“, sagte Christian Katzer, Geschäftsführer von Ärzte ohne Grenzen Deutschland.

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Insgesamt unterstützten 771.342 Spender Ärzte ohne Grenzen Deutschland, davon 261.008 Dauer- und 510.334 Einzelspender. Die deutsche Sektion verwendete laut dem Jahresbericht 183,3 Millionen Euro für satzungsgemäße Aufgaben. Das entspricht 89,7 Prozent aller Ausgaben des Jahres 2020. 180,8 Millionen Euro flossen in die medizinische Nothilfe in 44 Ländern, in ein Projekt zur Seenotrettung auf dem Mittelmeer sowie in einen Krisenfond zur Finanzierung von COVID-19-Projekten. Die größten Summen gingen in Länder wie die Demokratische Republik Kongo, den Südsudan und die Zentralafri­kanische Republik.

Insgesamt 10,3 Prozent der Einnahmen gingen in die Spendenwerbung und -Verwaltung sowie die allgemeine Verwaltung. Die deutsche Sektion steuerte 2020 28 Projekte in elf Ländern. 332 Mal waren vom deutschen Büro betreute Mitarbeiter weltweit im Einsatz.

Ärzte ohne Grenzen war 2020 auch innerhalb Europas tätig. Teams unterstützten Krankenhäuser in der schwer von COVID-19 betroffenen Lombardei, später halfen Mitarbeiter in Frankreich und Belgien. In Deutschland unterstützte ein Team eine Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Sachsen-Anhalt dabei, die Hygienemaßnahmen zu verbessern. © hil/aerzteblatt.de

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